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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 03:08 Uhr

Rehna : Bahnhof bleibt Endstation

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kreistag sieht den Lückenschluss nach Schönberg als nicht dringlich und priorisiert den Bau der Bahnkurve bei Bad Kleinen.

svz.de von
erstellt am 12.Dez.2015 | 16:00 Uhr

Der angestrebte bahnseitige Lückenschluss zwischen Rehna und Schönberg steht offensichtlich vor dem endgültigen Aus. Zwar wollte Dennis Klüver die Landrätin vom Kreistag dazu verdonnern lassen, bei künftigen Stellungnahmen zum Bau der Bahnkurve bei Bad Kleinen den Bau der Bahnverbindung zwischen Rehna und Schönberg als Alternativlösung ins Gespräch zu bringen. Doch die große Mehrheit der Volksvertreter lehnte dies ab.

„Beide Projekte stehen unversöhnlich nebeneinander. Man muss klarstellen, welches favorisiert wird und nicht immer nur Lippenbekenntnisse für das eine oder das andere abgeben“, fordert das Kreistagsmitglied der Piratenpartei.

Das findet auch Heiner Wilms. Allerdings vertritt der Vorsitzende des Kreistagsausschusses für Wirtschaft und Tourismus völlig entgegengesetzte Interessen. „Der Bogen um Bad Kleinen hat absolute Priorität. Der Güterverkehr wird mit der Fertigstellung des Fehmarnbelt-Tunnels so immens ansteigen, dass die Bahnstrecke zwischen Lübeck, Wismar und Schwerin zu einer wichtigen Transportachse werden wird“, so der Grevesmühlener. Die geplante Verbindungskurve des Schienennetzes bei Bad Kleinen in Richtung Schwerin soll einen Fahrtrichtungswechsel von Zügen in Bad Kleinen vermeiden, somit Kosten sparen und als Umgehung die Verbindung von Zügen zwischen Lübeck und Schwerin wesentlich vereinfachen.

Bereits im Jahr 2013 unterstützte auch der Landkreis Nordwestmecklenburg die Aufnahme des Ausbaus der Bahnstrecke von Lübeck nach Bad Kleinen in den Bundesverkehrswegeplan mit dem Ziel der Elektrifizierung, des zweigleisigen Ausbaus und dem Neubau besagter Kurve um Bad Kleinen.

„Der Bad Kleiner Bogen wird mitgetragen von verschiedenen Wirtschaftsunternehmen und Planungsverbänden“, argumentierte auch Thomas Beyer (SPD). Dieses wichtige Projekt jetzt mit dem Lückenschluss zwischen Rehna und Schönberg in Konkurrenz zu bringen, halte der Wismarer Bürgermeister für nicht sachgerecht.

Der Wunsch nach einem Lückenschluss zwischen Schönberg und Rehna besteht seit mehr als 100 Jahren. Zu hohe Kosten sowie andere Interessen machten dem jedoch immer wieder einen Strich durch die Rechnung.

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