Wedendorf : Bäume müssen weichen

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07. Mai 2019, 05:00 Uhr

Wedendorf | Die ersten Apfelbäume blühen und locken Bienen und andere Insekten. Doch nicht alle Obstbäume an der Landesstraße 02 überstehen den Frühling. Wie Thomas Behrens gestern beobachtete, wurden bei Wedendorf Richtung Grevesmühlen mehrere blühende Apfelbäume gefällt. Unrechtmäßig, wie er findet.

Sie hatten zwar einen kleinen Schaden an der Rinde, doch habe sie das nicht am Wachsen gestört, urteilt der Landwirt. „Die hätten noch 20 Jahren wachsen können“, findet Behrens. Auch hätten sie nicht die Verkehrssicherheit beeinträchtigt, da die Bäume zum Acker und nicht zur Straße geneigt waren.

Guido Wunrau vom Straßenbauamt Schwerin, zuständig für Bundes- und Landesstraßen, weist den Vorwurf zurück. Sie hätten mit einem Baumsachverständiger des Amtes sowie der unteren Naturschutzbehörde jeden Baum einzeln auf Stand- und Bruchsicherheit sowie Vitalität geprüft. 21 Bäume zwischen Stove und Hohen Kirchen, darunter Obstbäume sowie Ulmen, müssen aufgrund einer Verkehrsgefährdung weichen.

Thomas Behrens kritisiert aber auch: „Dort, wo Apfelbäume standen, werden keine neuen gepflanzt. Irgendwann haben wir keine Bäume mehr.“ Obstbäume würden heutzutage nicht mehr gepflanzt, antwortet Wunrau. Zerfahrene Früchte würden die Straßensicherheit sowie die Fahrbahnqualität beeinträchtigen. Auch beziehen sich die Ausgleichspflanzungen auf den gesamten Landkreis. An der L01 zwischen Wismar und Dassow sind zwischen 200 und 300 Neupflanzungen geplant. „Wir pflanzen sogar mehr“, sagt Wunrau – wenn genug Platz zur Fahrbahn und die Fläche Eigentum des Straßenbauamtes ist. Ziel ist es, den Alleencharakter zu erhalten. Ob an der L02 neugepflanzt wird, muss aber noch geprüft werden. „Die L02 ist eine sehr schmale und kurvige Straße“, so Wunrau. Geprüft werden müssen der Abstand zur Fahrbahn sowie ob die genormte Ausbaubreite zwischen den Bäumen erfüllt ist.

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