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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 02:22 Uhr

theater : Avignon: Der Weg ist das Ziel

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Jugendliche können sich ab sofort für das 5. Straßentheaterprojekt anmelden

von
erstellt am 14.Jan.2015 | 23:52 Uhr

Wer das Abenteuer sucht, gegen den Strom schwimmen und in Südfrankreich bei einem Festival auftreten will, der kann sich ab sofort für das achte Straßentheaterprojekt „Avignon 2015“ anmelden. Es startet am 13. März in Roggendorf, umfasst mehrere Wochenend-Seminare und endet im Sommer mit der Teilnahme an Europas größtem Theaterfestival im französischen Avignon.

Schon die Vorbereitung darauf dürfte für die Teilnehmer im Alter von 15 bis 21 Jahren spannend, abwechslungsreich und lehrreich sein. „Denn wer denkt, viel zu unbegabt fürs Theaterspiel zu sein, hat bei diesem Projekt die ultimative Gelegenheit, den Gegenbeweis anzutreten“, sagt Projektleiter Steffen Nowack. Die jungen Leute können sich nach seinen Angaben nach Herzenslust ausprobieren und in bisher ungeahnte Erfahrungswelten abtauchen. „Wie bei den vorangegangenen Projekten werden wieder über fünf Seminare hinweg alle nur denkbaren Register des ,Freien Theaters’ gezogen, um miteinander so richtig ins Spiel zu kommen bzw. ein eigenes Programm für Avignon zu entwickeln“, sagt der 51-jährige Gemeinde- und Theaterpädagoge.

Mit dem Theaterprojekt soll u. a. das Selbstbewusstsein gestärkt, die Teamfähigkeit verbessert und die Beobachtungsgabe der jungen Leute geschärft werden. „Sie sollen sehen, wie die Menschen reagieren, wenn man gegen den Strom schwimmt und die Leute in Absurditäten verwickelt“, erklärt Steffen Nowack.

Abstecher nach „Absurdistan“ haben vorherige Projektteilnehmer häufig unternommen. Manche verkleideten sie sich als Zuhälter und Nonne und gingen knutschend durch eine Innenstadt. Andere bauten ein Minizelt vor einem Schnellrestaurant auf, um dort angeblich campieren zu wollen. Ein vermeintlicher Straßenjunge in heruntergekommenen Kleidern rief gar die Polizei auf den Plan. „Ein älterer Herr hatte die Beamten alarmiert, damit sie sich um den Jungen kümmern sollten. Ich hab das Ganze dann aufgeklärt, auch wenn das nicht ganz einfach war“, so Nowack.

Das Straßenprojekt war für manche Teilnehmer auch ein Sprungbrett. Sie wurden in ihrer Berufswahl bestärkt und nahmen ein Schauspielstudium auf.

 

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