Gadebusch : Autofahren immer gefährlicher

Mit Gewalt aus der Straße gehobene Gullyabdeckungen können für so manchen Autofahrer zur Gefahr werden.
Mit Gewalt aus der Straße gehobene Gullyabdeckungen können für so manchen Autofahrer zur Gefahr werden.

Fehlende Gullydeckel und Nägel auf der Straße: In Gadebusch und Wismar werden Fahrzeugbesitzer die Opfer von Attacken

svz.de von
08. Januar 2018, 21:00 Uhr

Autofahrer in Nordwestmecklenburg müssen dieser Tage aufpassen. Schuld ist aber nicht einzig das Wetter, sondern eine Reihe von Eingriffen in den Straßenverkehr.

In der Münzstadt hoben Unbekannte am vergangenen Wochenende einige Gullydeckel mitten in der Fahrbahn ab. Eine Gadebuscherin vermutet mehr als nur Tollheit. Die Deckel der Abflüsse seien gezielt entfernt worden „damit die Autos da rein fahren, denn es ist knapp zu sehen.“ Solche Aktionen sind laut Nancy Schönenberg von der Polizeiinspektion Wismar ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Die Polizei selbst allerdings hat von der Gullydeckel-Aktion nichts gehört. „Es wäre schön, wenn sich Leute, denen so etwas auffällt, umgehend bei der Polizei melden. Schließlich müssen wir die Gefahr dann schnell beseitigen“, so Nancy Schönenberg. Wer die geöffneten Gully gefunden hat, möge sich daher – auch bei Beseitigung der Gefahr – bei der Polizei melden. „Dann nehmen wir eine Anzeige auf.“

Nicht nur gehobene Gullydeckel sorgen in Gadebusch dieser Tage für Argwohn. Immer wieder werden Bürger das Opfer von Vandalismus wie zerstochene Reifen oder beschädigte Autoteile (SVZ berichtete). In allen Fällen von mutwilliger Beschädigung sollte die Polizei benachrichtigt werden. In Gadebusch ist sie unter der Telefonnummer 03886/7220 erreichbar.

Auch in der Hansestadt Wismar kam es am vergangenen Wochenende zu einem Angriff auf Autofahrer, wie die Polizei mitteilt. Die Kriminalpolizei in Wismar ermittelt nach dem Fund von Pappnägeln im Bereich der Bauhofstraße-Rostocker Straße wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Bislang unbekannte Täter verstreuten am Sonnabend zahlreiche Nägel von circa drei Zentimetern Länge im Bereich des Fußgängerüberweges in Richtung der Bushaltestelle „Lindengarten“. Gegen 9.30 Uhr stellten Beamte des Polizeihauptreviers Wismar sie fest und beseitigten sie umgehend. Ob durch die Nägel Fahrzeugreifen beschädigt wurden, ist bislang nicht bekannt. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 03841/2030 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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