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56-Jähriger fällt auf Betrüger rein : Auto verkauft, Scheck geplatzt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

von
erstellt am 25.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Ein 56-jähriger Mann aus dem Raum Gadebusch ist das Opfer eines betrügerischen Autokäufers geworden. Er hatte sein Auto über eine Internetplattform für 1050 Euro angeboten. Daraufhin habe sich Mitte März eine Interessentin gemeldet, die das Fahrzeug telefonisch erwarb. Einige Tage später ging bei dem Verkäufer, wie bei dieser Betrugsmasche üblich, ein Scheck mit einer wesentlich höhere Summe (2800 Euro) ein. Auf Nachfrage des Verkäufers hinsichtlich der Überzahlung, teilte die Käuferin mit, dass dieses Geld für den Transport gewesen sei und bat den Verkäufer, den überzahlten Betrag per Western Union in die Ukraine zu überweisen. Den Scheck, der der ersten Überprüfung noch standgehalten hatte, ließ der Verkäufer bei seiner Bank auf sein Konto gutschreiben. Anschließend überwies er die geforderte Summe in Höhe von 1630 Euro an den angeblichen Spediteur. Einen Tag später meldete sich die „Käuferin“ erneut. Nun äußerte sie aufgrund einer plötzlich aufgetretenen schweren Erkrankung, vom Vertrag zurücktreten zu müssen und brachte den Verkäufer dazu, 800 Euro an einen angeblichen Arzt zu überweisen. „Großzügiger Weise“ solle der Verkäufer den Rest (370 Euro) für seine erlittenen Unkosten behalten. Kurze Zeit später „platzte“ der Scheck und die Bank buchte die 2800 Euro zurück.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche. Bei Überzahlung und damit einhergehender geforderter Rückzahlung von Differenzbeträgen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Fahrzeugen oder anderen Gegenständen sei äußerste Vorsicht geboten. „Gehen Sie hundertprozentig sicher, dass Schecks gedeckt sind. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, wenn potentielle Käufer aufs Tempo drücken“, rät Axel Köppen von der Polizei. „Bedenken Sie, dass, wie zum Beispiel in diesem Fall, Zahlungen über Western Union anonym erfolgen. Das heißt, der Geldabholer benötigt kein Empfängerkonto und wird somit namentlich nicht erfasst“, verdeutlicht Axel Köppen.

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