Übung in Gadebusch : Auto rast in Gefahrguttransporter

Mit einem Spreizer öffnen zwei Feuerwehrleute den Pkw, in dem der verletzte Fahrer eingeklemmt ist.
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Mit einem Spreizer öffnen zwei Feuerwehrleute den Pkw, in dem der verletzte Fahrer eingeklemmt ist.

Katastrophenschützer aus Gadebusch und Rehna proben den Ernstfall und setzen zuvor Gelerntes geschickt und umsichtig um

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23. Oktober 2016, 21:00 Uhr

Mehrere Explosionen, Rauch steigt aus der halb geöffneten Ladefläche eines verunfallten Gefahrguttransportes. Aus einem zuvor auf den LKW aufgefahrenen Auto wird der eingeklemmte Fahrer gerade noch rechtzeitig von Einsatzkräften des Katastrophenschutzes Gadebusch und Rehna gerettet. Ein Szenario, dass am Sonnabend glücklicherweise nur Übungsschauplatz eines Gefahrgutunfalls war.

Daniel Schmal von der Gadebuscher Feuerwehr ist als Gruppenführer eines Katastrophenschutzfahrzeugs mit am Unfallort. Gemeinsam mit dem Rehnaer Niels Lill als stellvertretendem Zugführer des Gefahrgutzuges des Landkreises Nordwestmecklenburg koordiniert er den Einsatz. Oberste Priorität hat die Rettung von Menschenleben. Deshalb befreit die erste Einsatzgruppe mit schwerem Gerät den im Pkw eingeklemmten und verletzten Fahrer.

Mit einem Spreizer öffnen zwei Feuerwehrleute den Pkw, in dem der verletzte Fahrer eingeklemmt ist.
Holger Glaner
Mit einem Spreizer öffnen zwei Feuerwehrleute den Pkw, in dem der verletzte Fahrer eingeklemmt ist. Holger Glaner
 

Die Rettungskräfte tragen während des Einsatzes Chemieschutzanzüge, da niemand weiß, ob und welche Gefahrgüter an Bord des LKW sind, unter dem der schwarze VW Polo steckt. Der Atem der Männer geht schwer, die Stimmen der Feuerwehrleute, die sogar unter ihren Schutzanzügen Atemschutzmasken tragen, klingen gedämpft, aber ruhig.

 Nach wenigen Minuten ist der Verletzte geborgen, können die Arbeiten am LKW beginnen. Schnell wird klar, dass Teile der Ladung tatsächlich beschädigt sind. Aus dem Leck eines roten Fasses tritt eine unbekannte Flüssigkeit aus und reagiert mit einer weiteren aus einem größeren Tank. Das ist auch die Ursache der eingangs beschriebenen Explosionen, von Stichflammen und Rauchentwicklung. Und ein Fall für den Löscheinsatz mit einem effektiven Schaum-Wasser-Gemisch. Anschließend werden noch Proben aus den lecken Behältern entnommen und analysiert, das Leck gestopft und die Ladung gesichert.

Fazit nach einem fast zweistündigen Einsatz: Ein Menschenleben gerettet, das verunfallte Fahrzeug samt Ladung unter Kontrolle. Daniel Schmal ist zufrieden: „Die Kameraden haben das, was wir vorher in der theoretischen Ausbildung gelernt haben, gut umgesetzt. Der Einsatz lief wirklich sehr gut.“

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