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Gadebusch : Auto-Maut könnte Investitionsstau lösen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kreis und Kommunen fehlen für Straßensanierungen Gelder in Millionenhöhe

von
erstellt am 23.Apr.2014 | 00:00 Uhr

Die geforderte und zugleich umstrittene Sonderabgabe zur Straßensanierung könnten Kommunen in Nordwestmecklenburg sowie der Landkreis gut gebrauchen. So werden allein für die Sanierung oder den Neubau von Kreisstraßen rund 80 Millionen Euro benötigt, wie der Landkreis vorrechnete.

Von mehreren Millionen Euro im einstelligen Bereich geht auch Andreas Lausen vom Amt Gadebusch aus, wenn hier sämtliche Straßen auf Vordermann gebracht werden sollten. Noch immer gebe es Ortsteile mit schlechten Straßen und schlechter Anbindung. Einwohner fühlten sich dort mit Blick auf die Infrastruktur in benachbarten Orten benachteiligt. „Was uns Sorge bereitet, ist nach wie vor der Zustand der Landesstraße Gadebusch-Krembz-Rögnitz“, so Lausen. Nach seiner Auffassung seien Straßen im Nordwestkreis allerdings in einem besseren Zustand als im benachbarten Schleswig-Holstein. „Vielleicht müsste man über einen ,Aufbau West’ nachdenken“, so Lausen.

Investiert wird in diesem Jahr auch ohne die geforderte Sonderabgabe zur Straßensanierung. So ist die Erneuerung der Verbindungsstrecke von Frauenmark zur Bundesstraße 208 nach Angaben des Amtes Gadebusch gesichert. Straßenbauer sollen in diesem Jahr zudem in Klein Thurow anrücken und dort die Fahrbahn erneuern.

Einen dringenden Handlungsbedarf bei der Verbesserung der Infrastruktur gibt es auch im Amtsbereich Rehna. Die Erneuerung der Strecke von Stove nach Groß Molzahn ist aus Sicht von Autofahrern mehr als überfällig. Sie ist nur ein Beispiel für notwendige Investitionen. „Seit rund 20 Jahren soll die Straße eigentlich saniert werden. Es scheiterte immer wieder am Geld“, so der Rehnaer Amtsvorsteher Andreas Spiewack. Auch der Abschnitt von der Pogezer Kreuzung in den Ort gelte als sanierungsbedürftig.

Die Forderung nach einer Sonderabgabe zur Straßensanierung stammt von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Sein Vorstoß trifft allerdings auf wenig Gegenliebe. Es sei Quatsch, Bürger noch stärker zu belasten, sagt Spiewack. „Wir zahlen schon genug Steuern und Abgaben“, so Spiewack weiter.

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