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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 16:59 Uhr

Warnstreik beim DRK : Auswirkungen überschaubar

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Verdi fordert Tarifvertrag für Kita-Mitarbeiter und Rettungsassistenten. Arbeitgeber warnt vor Folgekosten und höheren Kita-Beiträgen

von
erstellt am 08.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Rund 80 Beschäftigte des DRK-Kreisverbandes Nordwestmecklenburg sind am Freitag für den Abschluss eines Tarifvertrages auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten vor der DRK-Geschäftsstelle in Grevesmühlen für eine bessere Bezahlung, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Diana Markiwitz. Die Gewerkschaft hatte die 350 Beschäftigten im Rettungsdienst, in den zwölf Kitas, im Fahrdienst und im technischen Service zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die Tarifvereinbarung mit dem DRK wäre der erste in Mecklenburg-Vorpommern, sie hätte Pilotcharakter für das ganze Land.

Nach Angaben von DRK-Kreisverbandsvorstand Kathrin Konietzke waren die Streikauswirkungen in Nordwestmecklenburg überschaubar. Zwei der Kitas seien geschlossen, eine Notbetreuung in anderen Kitas sei aber möglich gewesen. Auch ein Hort wurde bestreikt.

Gegen den Streik im Rettungsdienst hatte das DRK als einziger Anbieter von Krankentransporten im Landkreis eine einstweilige Verfügung erwirkt. Verdi hatte vorgeschlagen, über eine Notdienstvereinbarung zwei der sieben Krankenwagen fahren zu lassen. Dagegen ging das DRK vor. Die Notfallrettung war von vornherein vom Streik ausgeschlossen.

Das DRK sei zu Gesprächen mit der Gewerkschaft bereit, sagte Konietzke. „Wir sind gewillt, einen Tarifvertrag mit Verdi abzuschließen. Wir möchten, dass die Mitarbeiter vernünftig bezahlt werden.“ Es müssten aber die Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.

Der Tarifvertrag, den Verdi anstrebe, gebe es in keinem ostdeutschen Bundesland und nur in wenigen westdeutschen Kreisverbänden. „Er ist nicht bezahlbar“, sagte Konietzke. Sie schlug vor, über die verschiedenen Sparten einzeln zu verhandeln. Das lehnt Verdi ab. „Das DRK ist ein Betrieb“, sagte Markiwitz.

Mehrere Gewerkschafter übergaben nach der Demonstration der Landrätin in Wismar einen offenen Brief. Sie protestieren darin unter anderem auch gegen die vom DRK geplante Ausgliederung des Rettungsdienstes.

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