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Karneval in Mühlen Eichsen : Ausnahmezustand im Stepenitztal

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Eichsener Carneval Club begeistert zum Start in die fünfte Jahreszeit mit verdammt närrischem Jahresrückblick

svz.de von
erstellt am 13.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Wenn Obelix mit Biene Maja tanzt, wenn Edward mit den Scherenhänden sich mit der schrillen Travestie-Kunstfigur Conchita Wurst in den Armen liegt und selbst der totgeglaubte Eichsen-Erich wie Phönix aus der Asche wiederaufersteht, dann kann das nur Eines bedeuten: Ausnahmezustand im Stepenitztal, endlich wieder Karneval in Mühlen Eichsen!

Unter dem Motto „Ein Jahr ist um und wir sind wieder da“ hatte der Eichsener Carneval Club (ECC) zum Auftaktwochenende der närrischen Zeit geladen. Und das konnte sich sehen lassen. Denn der ECC hatte einen närrischen Jahresrückblick im Gepäck. Was wurde da nicht alles gefeiert: Im Juni der Tag des Lehrers, am 7. Oktober der Tag der Republik, der Tag der Straßenmusik und natürlich auch das Weihnachtsfest.

Einer, der das diesjährige Motto allerdings irgendwie falsch verstanden, aber doch sehr ernst genommen hatte, war Eichsen-Erich. Schon längst in die ewigen Jagdgründe eingegangen, war das frühere Staatsoberhaupt der DDR plötzlich auch wieder da. Auferstanden aus Ruinen, Motto: Der Greis ist heiß. Und natürlich hatte Honni seinem Volk so einiges zu verkünden. „Fortan soll das karnevalistische Treiben 365 Tage im Jahr dauern. Das wird der Beginn einer großen Ära“, versprach der Alte mit vertraut heiserer und brüchiger Sing-Sang-Stimme.Und weil die närrischen Untertanen ihn für derlei Versprechen im Super-Wahljahr feierten, als hätte es kein Gestern gegeben, setzte der Auferstandene noch einen obendrauf: „Saufen immer, nüchtern nimmer!“

Was danach passierte, ist in Worten nicht zu beschreiben. Nur so viel: Höchst zufrieden und dauergrinsend verabschiedete sich Eichsen-Erich wohin auch immer aus der Sporthalle, wo die Party nun endgültig ihren Lauf nahm. Angeführt von Prinz Max I. nebst Gattin, Prinzessin Sandra I., wurde gesungen, geschunkelt, gekalauert und getanzt, machte politische Satire die Runde, tanzte die Funkengarde, heizten die Bänkelsänger den Narren ein und rockte die Männertruppe des ECC den Saal. Motto: Eichsener Nächte sind lang. Und auch begehrt. Denn die nächste der insgesamt fünf Faschingsveranstaltungen ist bereits ausverkauft. „Für den Freitagabend sind alle Karten weg“, sagt Fred Schreiber.

Das ist natürlich traurig für all jene, die an diesem Abend in die Röhre schauen müssen. Alle anderen dürfen sich freuen. Der ECC-Präsident weiter: „Wir werden uns zum Freitag noch einmal steigern.“ Na dann: Eichsen helau! 

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