Regionalmarke Schaalsee : Aus der Region, für die Region

Susanne Hoffmeister überprüft  im Markt „Alte Zeiten“ von Daniel Charigault, ob der Hofladen noch alle Kriterien erfüllt, um den Titel Regionalmarke weiter tragen zu dürfen.
Susanne Hoffmeister überprüft im Markt „Alte Zeiten“ von Daniel Charigault, ob der Hofladen noch alle Kriterien erfüllt, um den Titel Regionalmarke weiter tragen zu dürfen.

Biosphärenreservatsamt überprüft Partner der Regionalmarke „ Mit Leib und Seele“

svz.de von
02. März 2018, 21:00 Uhr

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die vor 20 Jahren ganz bescheiden ihren Anfang nahm: Die Regionalmarke „Für Leib und Seele“ des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe. Gerade einmal drei Partner waren es, die sich 1998 zu dem Netzwerk zusammenschlossen.

Heute sind 111 touristische Dienstleister, Fischerein, Betreiber von Ferienhäuser oder Hofläden wie der Markt „Alte Zeiten“ von Daniel Charigault in Schattin darin organisiert. Bei ihm steht am Freitagmittag Susanne Hoffmeister vom Biosphärenreservatsamt mit einem langen Fragebogen.

Die Regionalmarke ist patentrechtlich geschützt und an strenge Kriterien gebunden. Gibt es mindestens fünf regionale Einzelprodukte? Wird energiesparend gearbeitet? Wie sieht die Entwicklung für die kommenden zwei Jahre aus? „Das Vergabegremium entwickelt die Vergabekriterien“, erklärt Hoffmeister. In dem Gremium sitzen unter anderem Vertreter der Ämter Gadebusch und Rehna, des Staatlichen Amtes für Umwelt und Landwirtschaft.

Alle zwei Jahren müssen sich die Regionalpartner dieser Überprüfung stellen. Bestehen sie dies, dürfen sie weiter als Regionalmarke für sich werben. „Ziel des Netzwerkes ist es, eine nachhaltige Regionalentwicklung zu schaffen“, sagt Susanne Hoffmeister. Und natürlich auf eine umweltfreundliche Art zu wirtschaften. Alle Beteiligten verpflichten sich der Qualität, Umweltfreundlichkeit und Regionalität.

Umweltschutz spielt in der Biosphäre Schaalsee die entscheidende Rolle. Das Reservat wurde 2000 durch die UNESCO anerkannt. Die Regionalpartner verpflichten sich daher die Landschaft auf der einen Seite zu schützen andererseits aber auch für Besucher zugänglich zu machen.

Für Daniel Charigault aus Schattin war das vor zwei Jahren Grund genug, sich mit seinem Hofladen um den Titel Regionalmarke zu bewerben. „Wir fanden es wichtig, unsere Verbundenheit zu zeigen.“ Er betreibt den Laden als Hobby. Von Freitag bis Sonntag können hier Eier, Kunsthandwerk oder Nudeln gekauft werden. „Darüber hinaus brauchten wir auch ein Netzwerk.“ Der Hofladen liefert beispielsweise Brötchen für Touristen und bekommt seine Marmelade von den Schattiner Früchtchen. Im positiven Sinne wäscht also eine Hand die andere. Für Hofladenbetreiber Charigault ist die Verlängerung der Regionalmarke auch eine Möglichkeit für Werbung. Nachhaltige und regionale Produktion werden für Verbraucher immer wichtiger.

Susanne Hoffmeister wird auch noch in der nächsten Woche mit ihrem umfangreichen Fragebogen unterwegs sein. Dann unter anderem bei der Schnuckenschäferei in Klein Salitz und der Kita in Krembz. Über die Verlängerung der Mitgliedschaft entscheidet der Vergaberat am 21. März. Im Oktober setzt Susanne Hoffmeister ihre Runde durch die Region fort.

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