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Schäden nach „Felix“ : Aufräumen nach dem Sturm

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gadebuscher Steinstraße wieder für Autos und Busse befahrbar. Die Forstämter warnen vor Gefahren im Wald. Groß Salitzer saßen im Dunkeln.

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erstellt am 12.Jan.2015 | 23:05 Uhr

Einen Tag nach dem Sturm-Wochenende haben die Aufräumarbeiten in Nordwestmecklenburg begonnen. Gleichzeitig konnte eine Vollsperrung der Steinstraße in Gadebusch wieder aufgehoben werden. Hier drohten am Wochenende Holzlatten, Fenster und Mauersteine von einem leerstehenden Gebäude zu stürzen. Die Feuerwehr kam daraufhin zum Einsatz und trug lose Stein ab.

Ob die Fassade des Hauses erhalten werden kann, ist fraglich. Sollte sie instabil sein, droht der Abriss. Ein Statiker soll die Standfestigkeit prüfen. Ursprünglich war geplant, die Fassade zu erhalten und zu sanieren. Das Gebäude befindet sich im Sanierungsbereich der Gadebuscher Altstadt.

Die Sturmtiefs „Elon“ und „Felix“ hatten auch in einzelnen Wäldern gewütet. „Wir haben zahlreiche umgekippte Eschen und einzelne Fichten. Es ist derzeit sehr gefährlich, in die Wälder zu gehen“, warnt der Lützower Revierleiter Norbert Mahlke. Sein Revier, das zum Forstamt Radelübbe gehört, erstreckt sich von Lützow bis zur Landesgrenze nach Schleswig-Holstein und umfasst eine Fläche 250 Quadratkilometern. Es könne Tage dauern, bis sämtliche Schäden beseitigt sind.

Im Bereich des Forstamtes Grevesmühlen, zu dem auch das Revier Botelsdorf zählt, scheinen sich die Schäden in Grenzen zu halten. „Vereinzelt sind Fichten geworfen und Kiefern umgeknickt worden. „Die bisher bekannt gewordenen Schäden sind überschaubar“, sagt der Grevesmühlener Forstamtsleiter, Peter Rabe.

„Elon“ und „Felix“ hatten Feuerwehren am Wochenende dutzende Einsätze beschert. Zahlreiche Straßenbäume waren umgeknickt oder entwurzelt worden. Wie gefährlich es für die Einsatzkräfte war, wurde in Kneeses Partnergemeinde Kittlitz deutlich. Dort drohten Einsatzkräfte von herabstürzenden Ästen und Bäumen getroffen zu worden. Wehrführer Klaus Richter und sein Stellvertreter Dirk Schmidt entschieden mit Blick auf die erhebliche Gefährdung, den Einsatz abzubrechen. Zuvor waren während der Sägearbeiten unmittelbar vor den Augen der Feuerwehrleute Bäume auf die Straße gekracht.
Auch die Wemag hatte mit dem Sturmwochenende zu kämpfen. So kam es am Sonnabend für mehr als zwei Stunden zu einem Stromausfall in Groß Salitz. Eine Störung an der Mittelspannungsleitung „Neu Bauhof“ ließ in rund 50 Haushalten das Licht ausgehen. Toralf Ruedel, Leiter der Netzdienstelle Gadebusch, berichtet: „Vermutlich ist durch den ungewöhnlich stark böigen Wind ein Ast in die Freileitung gefallen.“ Schrittweise konnten die einzelnen Stationen dann schnell wieder zugeschaltet werden.

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