Demonstration : Aufbegehren gegen Asylpolitik

Gut 170 Menschen versammelten sich an der B 104 zu einer Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.  Fotos: Holger Glaner
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Gut 170 Menschen versammelten sich an der B 104 zu einer Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Fotos: Holger Glaner

Demonstration in Gadebusch mit gut 170 Teilnehmern. 50 Menschen nahmen an einer Mahnwache der Linken teil

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31. Januar 2016, 17:23 Uhr

Gut 170 Menschen demonstrierten am Samstagvormittag in Gadebusch friedlich gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Unter den Demonstranten war auch der Gadebuscher Bürgermeister Ulrich Howest (SPD). „Schweden nimmt nur noch Flüchtlinge mit gültigen Ausweispapieren auf, Österreich hat vor einigen Tagen eine Obergrenze zur Aufnahme von Flüchtlingen beschlossen, nur Deutschland nimmt weiterhin unbegrenzt Flüchtlinge auf“, kritisierte das Oberhaupt der Münzstadt.

Zahlreiche Menschen aus Gadebusch und Umgebung waren dem Ruf der Initiatoren gefolgt und hatten sich an der eigens gesperrten Abzweigung der B 104 nach Wakenstädt versammelt, um ihrer ablehnenden Haltung gegen die Asylpolitik der Bundesregierung, aber auch die geringen Wertschätzung der Polizei sowie einseitige Berichterstattung in den Medien kundzutun. „Ich möchte morgens eine Zeitung mit ausgewogener und verantwortungsbewusster Berichterstattung aus meinem Briefkasten holen“, sagt Unternehmer und Mitorganisator Holger Hempel.

Auch Harald Zierow äußert seinen Unmut über den Umgang mit der Flüchtlingsproblematik. „Selbst die Polizei traut sich nicht mehr so zu agieren, wie sie es eigentlich sollte. Und wenn man als Bürger Kritik gegenüber Asylbewerbern äußert, wird man gleich in die rechte Ecke gestellt. So kann es nicht weitergehen“, sagt der Gadebuscher.

Christa Struß hingegen fragt sich, warum so viele junge Männer zu uns kommen. „Es müssten doch die Mütter und Kinder kommen. Die Männer sollen helfen, ihr Land aufzubauen“, so die 67-jährige Dechowerin.

Aus Mühlenbeck bei Hagenow war Günter Müller angereist. Im Zuge einer Diskussion erntete der 66-Jährige breite Zustimmung zu seiner Forderung, dass der Staat endlich seiner Fürsorgepflicht gegenüber den eigenen Bürgern nachkommen müsse.

Wenige Stunden nach Demonstrationsende zogen die Organisatoren ein positives Fazit. „Ich bin beeindruckt, dass trotz des Schmuddelwetters so viele Menschen dabei waren“, so Holger Hempel.

An der von der Partei Die Linke organisierten Mahnwache gegenüber der Feuerwehrwache in unmittelbarer Nähe der Demonstration beteiligten sich circa 50 Menschen. Sie fürchten um Gadebuschs Ruf als flüchtlingsfreundliche Stadt und lehnen Obergrenzen für Flüchtlinge ab.

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