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der schreibende kindergärtner : Auf Tour zu den Sternen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Der Kindergärtner und Autor Christian Klemkow nimmt die Leser seines Romans mit auf eine dramatische Abenteuerreise

svz.de von
erstellt am 07.Jun.2014 | 00:00 Uhr

Auf Abenteuerkurs geht der Grevesmühlener Christian Klemkow. Der 38-Jährige hat den Science Fiction-Roman „Exploration Capri - Inferno“ geschrieben. Gewidmet ist das 1300-seitige Werk seiner Mutter und dem Astrophysiker Stephen W. Hawking.

2033 zerstört ein tief in der Erde verborgenes Artefakt den Vulkan Vesuv und die Insel Capri. Sechs Jahrzehnte später will eine Gruppe von Menschen das geheimnisvolle Rätsel lösen. Aber die Expedition steht unter keinem guten Stern und entwickelt sich zu einem dramatischen Abenteuer jenseits von Raum und Zeit. Das ist „Exploration Capri - Inferno“ kurz erzählt.

Ein Rückblick: Kinder haben viele Berufswünsche. Die typischen für Jungs sind Feuerwehrmann, Polizist, Baggerfahrer oder Rennfahrer. Nicht so bei Christian Klemkow. Der heute 38-Jährige wollte früher unter anderem Vulkanologe und Astronom werden. Lange setzte er sich mit den Naturgesetzen auseinander. Etwas älter geworden, wollte er schließlich Dramaturgie und Filmschnitt studieren und begann an ersten Drehbuchentwürfen zu arbeiten. Der Grevesmühlener hatte sich schon an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg eingeschrieben, als ein Schicksalsschlag in der Familie seine Ziele verwarf. Seine Mutter, Leiterin einer Kindertagesstätte in Grevesmühlen, erkrankte. Christian Klemkow begrub seinen Traum des Drehbuchautors und ließ sich zum Erzieher umschulen. Er übernahm die Einrichtung seiner Mutter, den heutigen Spielgarten Klemkow in der Lübecker Straße in Grevesmühlen.

Die Idee zu seinem Drehbuch ließ den Erzieher aber nicht mehr los. 1995 ist sie entstanden, die Geschichte, in der sich alles – und hier schließt sich der Kreis bezüglich seiner Berufswünsche – um den besagten Vulkan Vesuv und Capri dreht. Jahrelang hat er an seiner Idee getüftelt, sie Stück für Stück auf Papier gebracht. Aus dem Drehbuch ist schließlich ein Roman geworden. Die Ideen kamen ihm hauptsächlich nachts. „Habe ich mir diese nicht gleich notiert, hatte ich auch die eine oder andere wieder vergessen“, schildert Christian Klemkow, der am Gymnasium in Grevesmühlen die Schulbank drückte. Geschrieben hat er an dem Werk hauptsächlich nachts im Urlaub bei lauter Beschallung von Filmmusik. „Ich bin ein großer Kinofreund“, erzählt der Erzieher, der schon auf Capri Urlaub machte, lächelnd. Nun soll das Buch nach und nach veröffentlicht werden. Den ersten Teil des Sci-Fi-Dramas, der den Untertitel „Inferno“ trägt, gibt es im Internet bisher nur als eBook-Version zu kaufen. Schon im August dieses Jahres soll der zweite Teil erscheinen. Insgesamt sind vier Teile vorgesehen, die allerdings zum Teil noch unkorrigiert auf dem Schreibtisch des Autors warten. Ein fünfter ist in Planung.

„Besonders Stephen Hawkings wissenschaftliche Arbeit und sein Buch ,Eine kurze Geschichte der Zeit‘ haben mich zu meiner Geschichte inspiriert. Hawking ist mein großes Vorbild“, sagt der 38-Jährige. Aber nicht nur er, auch Frank Schätzing. Christian Klemkow: „Ich habe 2004 eine Stunde mit ihm telefonieren dürfen und ihm von meiner Idee erzählt. Er war begeistert und hat mir einige Tipps gegeben.“ Es blieb nicht nur bei den Tipps, auch das Angebot, sich noch einmal bei ihm zu melden, unterbreitete Schätzing, Autor des Buches „Der Schwarm“. Das tat Christian Klemkow 2009. Doch da war Schätzing bereits so ein bekannter Autor, dass an ihn „leider kein Rankommen mehr war“, sagt Klemkow.

Noch viele andere Ideen für Bücher spuken im Kopf des Grevesmühleners herum. So könnte er sich vorstellen, ein Kinderbuch zu schreiben. Auch ein Fachbuch für Pädagogen hat er in Planung. „Es soll ein Theaterfachbuch werden“, verrät er. Jedes Jahr zum Abschlussfest der Vorschulkinder in seinem Kindergarten gibt es ein Theaterstück – ein Märchen als Komödie – für Eltern und Großeltern, welches er zuvor als Hörgeschichte vertont. Inhalt für das Fachbuch hat er bereits zur Genüge.

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