Klocksdorf : Auf Tauchstation im Röggeliner See

Gerd Becker bereitet sich auf seinen ersten Tauchgang vor. Er löst die Ketten, die die Pontons noch auf dem Grund des Sees halten.
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Gerd Becker bereitet sich auf seinen ersten Tauchgang vor. Er löst die Ketten, die die Pontons noch auf dem Grund des Sees halten.

Dritter Arbeitseinsatz für Sicherungsmaßnahmen am Steg in Klocksdorf. Bereits 1000 Euro an Spenden sind eingegangen

svz.de von
10. März 2014, 00:00 Uhr

Die Morgensonne schleicht langsam über die Wiesen vor dem Röggeliner See. Das Gras ist noch Feucht vom Tau und die Wasseroberfläche spiegelglatt. Auf der Wiese vor dem Steg haben sich Bürger aus Klocksdorf und der Gemeinde Carlow eingefunden, um mit ihrer Arbeit zu beginnen. Heute sollen die rostigen Ketten, die ihren Steg halten, gelöst und die einzelnen Stegabschnitte an Land gezogen werden. Bereit stehen große Landmaschinen, die die Stegteile bergen werden.

In voller Montur steigt Gerd Becker in das glasklare Gewässer: „Heute ist ein guter Tag zum Tauchen“, sagt der Groß Rünzer. Er rückt noch einmal die Flasche auf seinem Rücken zurecht und setzt die Tauchermaske auf. Handschuhe an – dann geht es los auf die Mission: Abtauchen in den Röggeliner See. Er wird jetzt die dicken Stahlketten lösen, damit der Steg an Land gebracht und alle Schadstellen begutachtet und repariert werden können.

„Die Steg-Erneuerung in Klocksdorf liegt zu 90 Prozent in den Händen der Bürger,“ sagt Uwe Kaatz, Einwohner von Klocksdorf. Die Gemeinde hätte zwar 5000 Euro zur Verfügung gestellt, doch das reiche längst nicht aus. Durch Spenden seien jetzt noch einmal 1000 Euro zusammengekommen, berichtet Doreen Thorandt, Gemeindevertreterin. „Die Resonanz auf unsere Aktion ist toll und wir sagen Danke für die vielen Spenden!“ Auch Bürgermeister Norbert Baumann ist von der Initiative der Einwohner begeistert: „Wenn Bürger sich engagieren, dann ist das ein Geschenk. Wir unterstützen die Aktion voll und ganz.“ Und er fügt an: „Der Steg hier in Klocksdorf hat Kult.“

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