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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

13. Dezember 2017 | 02:40 Uhr

Ladenhüter : Auf Schlitten fährt noch keiner ab

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die kalte Jahreszeit ist da, doch Schnee und Eis lassen noch auf sich warten – und die Kunden für Winter-Artikel auch

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Es wird gezählt und gescannt, gemessen und gewogen – Inventurzeit in der Filiale der Raiffeisen Handelsgenossenschaft Gadebusch in der Rehnaer Straße. Und bei der Bestandsaufnahme der Ware mussten die Mitarbeiter des Bau- und Gartenmarktes in diesem Jahr viel mehr Winterartikel erfassen, als es noch vor einem Jahr der Fall war.

Ein milder November, kaum Minusgrade im Dezember – da bleiben die Schneeschieber in den Regalen liegen. „Schlitten haben wir bisher auch kaum verkauft. Vielleicht zwei, drei Stück, die zum Weihnachtsfest verschenkt wurden“, weiß Marktleiter Mathias Flägel. Im vergangenen Jahr um diese Zeit sei dies ganz anders gewesen. „Da hatten wir Ende Dezember schon um die 50 Schlitten verkauft“. Kein Schnee, kein Rodeln – auf die Schlitten fährt derzeit niemand ab.

Auch ohne Frost – Vogelfutter gehört nicht zu den Ladenhütern. Ob Maisenknödel oder Sonnenblumenkerne – „viele unserer Kunden füttern das ganze Jahr über die Vögel und besorgen daher jetzt auch bei mildem Wetter Futter“, sagt Flägel. Ziehen die Temperaturen an oder fällt der erste Schnee, sei der Absatz, so der Marktleiter, jedoch spürbar höher.

Gefrorene Nässe – noch hält sie sich in Grenzen. Gestreut wird deshalb wenig. Das merkt der Raiffeisenhandel auch am Umsatz. „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir bisher rund 50 Prozent weniger Streusalz verkauft“, so Flägel. Ganz brach liege der Verkauf jedoch nicht. Gemeinden wir Krembz, Perlin oder Gadebusch haben vorsorglich schon ihren Vorrat aufgefüllt, denn der war nach dem letzten Winter, der bis in den April angehalten hatte, stark geschmolzen.

Geschmolzen ist der Streusalzberg der Straßenmeisterei Gadebusch noch nicht. 500 Tonnen liegen auf Halde. „Wir haben erst wenige Einsätze fahren müssen“, sagt Marlies Sommerfeld. „Aber ich bin mir sicher, dass er noch kommen wird“, ergänzt die Leiterin der Straßenmeisterei. „Bis April“, so ihr persönlicher Wunsch, „sollte er aber nicht gehen.“

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