BioLandpartie : Auf der Käsestraße unterwegs

Handarbeit: Ute Rohrbeck und Silke Rösch (v.l.) salzen den Käse in der Feinen Ziegenkäsemanufaktur.  Fotos: volker bohlmann
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Handarbeit: Ute Rohrbeck und Silke Rösch (v.l.) salzen den Käse in der Feinen Ziegenkäsemanufaktur. Fotos: volker bohlmann

Hofkäsereien in Rögnitz und Klein Salitz beteiligen sich an der heutigen Biolandpartie von 10 bis 17 Uhr

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18. September 2015, 23:27 Uhr

Premiere in MV und der Region Gadebusch sowie am Schaalsee: 13 Hofkäsereien schließen sich für das Projekt Milch- und Käsestraße Mecklenburg-Vorpommern zusammen. „Hier geht es darum zu zeigen, wo Hofkäse reift und angeboten wird. Ein Produkt abseits der industriellen Fertigung“, sagt Ute Rohrbeck. Sie betreibt die Feine Ziegenkäsemanufaktur in Rögnitz inklusive Fachgeschäft in Berlin und gehört neben der Milchschäferei Klein Salitz von Anja und Andreas Richter zu den zwei Betrieben aus der Schaalseeregion, die sich heute an der Aktion Biolandpartie beteiligen. Organisiert wird das Projekt vom Bund für Umwelt und Natur. Dabei gibt es eine Menge zu entdecken: „Gemeinsam mit dem organisierenden Verband für handwerkliche Michverarbeitung werden wir eine Schauvorführung in der Käserei ermöglichen. Besucher können den Arbeitsablauf der Käseherstellung mitverfolgen“, sagt Andreas Richter. Anschließend stehen verschiedene Sorten zur Verkostung bereit. Wer möchte, kann natürlich auch Kaffee und Kuchen an der Milchschäferei genießen.

Wer auf der „Käsestraße“ die Produkte zu den Kunden mit den anspruchsvollen Gaumen rollen möchte, der sollte zumindest im Besitz eines Biozertifikates sein. Ein Anspruch, dem Rohrbeck und Richter gerecht werden und was sie ständig einer Kommission unter Beweis stellen müssen.

Die handgefertigten Produkte aus Ziegenrohmilch aus Rögnitz sind jedenfalls gefragt. Das nicht allein von Urlaubern, die abseits der großen Straßen mit dem Auto oder Fahrrad ihren Weg nach Rögnitz finden, sondern auch im entfernten Berlin Kreuzberg, wo im Hauptstadtgeschäft bis zu 20 verschiedene Sorten von Weich- bis Schnittkäse ihre Abnehmer finden. „Mit der Käsestraße wollen wir den Leuten zeigen, was sich im Hinterland der Küste alles entwickelt“, so Rohrbeck, die neben der Produktion, Seminare über die Käseproduktion hält und zeigt, das Käse machen durchaus ein aufwendiger Prozess ist, wo kleine und große Käserollen ständig gesalzen und gewaschen werden müssen. Deutschlandweit gibt es 550 Hofkäsereien, die in eigenen Geschäften und auf Wochenmärkten ihre Produkte anbieten. Mit dem heutigen Tag nun auch gemeinsam in Mecklenburg-Vorpommern.

Mit diesem Anbot erhält die Biolandpartie einen neuen Themenschwerpunkt. Es ist die achte Veranstaltung dieser Art in MV. Besucher haben landesweit die Möglichkeit Einblicke in die ökologische Produktion zu erhalten, Menschen und Tiere der Familienunternehmen kennenzulernen. Geöffnet sind die Höfe von 10 bis 17 Uhr.  

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