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besonderer sport : Auf den Spuren von Robin Hood

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Junge Mitglieder der Schützengilde trainieren mit Pfeil und Bogen. Interessierte sind im Verein willkommen

Pfeil einsetzen, Sehne spannen, tief durchatmen, zielen und loslassen. Der Pfeil surrt durch die Luft, schießt mit einer enormen Geschwindigkeit über den Schützenplatz – und trifft die Zielscheibe. Elias Ortlieb lässt den Bogen sinken. Seit seinem siebten Lebensjahr trainiert er den ausgefallenen Schießsport. Am Bogenschießen gefalle ihm vor allem, dass es ein historischer Sport sei, man sich konzentrieren müsse und dass man nie ausgelernt habe. Selbst mit seinen zehn Jahren an Training trifft nicht jeder Pfeil in die goldene Mitte. „Ich habe in der ersten Klasse angefangen, mit einem Freund von mir zu schießen“, erzählt der 17-Jährige. Der Rehnaer Schützengilde ist er dann beigetreten, damit seine Übungseinheiten mehr Regelmäßigkeit bekommen und er seine Techniken durch Tipps verbessern kann – denn beim Schießen müssen sehr viele Sachen auf einmal beachtet werden: Man braucht Ruhe, Konzentration und Geduld, intakte Ausrüstung, viel Verantwortungsbewusstsein, eine ordentliche Körperhaltung und gute Zieleinschätzung für die Turnierdistanzen. Niklot Klüver schießt seit zwei Jahren. Anfangs mochte er das Schießen nicht, erzählt er. Mittlerweile finde er aber Freude am Bogensport. „Es macht einfach Spaß“, sagt der Schüler.

Bogenschießen ist eine der ältesten Jagdmethoden der Menschheit und gewinnt in der modernen Zeit immer mehr an Bedeutung und Fans. Auch in der Rehnaer Schützengilde wird schon seit längerer Zeit mit Pfeil und Bogen geschossen. Immer montags trainieren auf dem Puschkinplatz in Rehna 14 Kinder und Jugendliche. Der Verein freut sich über weiteren Nachwuchs. „Es können niemals genug Mitglieder sein, jeder ist willkommen“, sagt die Bogentrainerin Nicole Lüttjohann.

Die Bogenschützen arbeiten derzeit auf die Turnierdistanzen hin, denn von diesen sind sie, im wahrsten Sinne des Wortes, noch weit entfernt. Mit 18 Metern, die derzeit geschossen werden, ist bis zu den 30-Meter-Einsteigerturnieren noch viel Platz. „Wir haben noch nicht die nötigen Wettbewerbsdistanzen, sind aber gerade dabei, die Anlage umzubauen“, erzählt die Bogentrainerin. Jeden Montag wird die Anlage um ein paar Meter verschoben, damit irgendwann die 30-Meter-Marke erreicht ist, die Schützen sich an diese gewöhnen und dann auch an Wettkämpfen teilnehmen können.

Wer Interesse an der Sportart hat, kann sich telefonisch unter 038872-537 11 für eine Schnupperstunde anmelden.

 

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erstellt am 27.Jun.2014 | 00:00 Uhr

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