Auf den Spuren der Zisterzienser

<fettakgl>Die erste Szene</fettakgl> ist im Kasten.
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Die erste Szene ist im Kasten.

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27. Juli 2010, 07:12 Uhr

Rehna | "Und bitte!" Auf dieses Kommando des NDR-Kamerateams hörten die Mönche am Kloster in Rehna: Burkhard Schmidt, Martin Schulz, Hermann Zahren, Wolfgang Schwalm und Reinhard Hoppe. Einen langen Weg zu Fuß mussten die fünf Mönche des Zisterzienserordens zurücklegen, denn das Team vom NDR drehte einen Beitrag über die europäische Zisterzienserroute, die die Zisterzienser-Klöster in ganz Europa miteinander verbindet. Die Ost-West-Tour führt von den Klöstern Polens zu den Klosterstätten nach Mecklenburg-Vorpommern. Auch das Rehnaer Kloster liegt auf diesem Zisterzienserweg. Beim Drehen mit dem NDR machen die Mönche deshalb einen Stop in Rehna. Dort erholen sich die fünf Männer im Kneipp-Becken. "Schön im Storchengang, sonst bringt das nichts", sagt Mönch Ernestus, alias Burkhard Schmidt.

Die Vernetzung der zahlreichen Klosterstätten in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Klosterstätten in MV. "Vor acht Jahren haben wir das Projekt begonnen. Gerade für die Menschen, die Mecklenburg-Vorpommern besuchen, ist es wichtig, ihnen eine Unterkunft zu bieten. Rehna nimmt dabei eine sehr wichtige Rolle ein, denn hier laufen die Wege zusammen", sagt Schmidt. Vom Kloster Rehna als Ausgangspunkt gelangen die Wanderer über die Zisterzienserroute unter anderem zum Kloster Zarrentin und Ratzeburg. Die Wanderwege, die die Klosterstätten miteinander verbinden, haben eine lange Tradition. Im Mittelalter wurden über die Wege zu den Klöstern Wissen, Bildung und Kultur weiter getragen. Aber nicht nur die Klosterstätten des Zisterzienserordens werden mit den Wanderwegen verknüpft, sondern auch die Klosterstätten anderer Orden werden integriert.

Vorhandene Routen zu Klosterstätten werden in die Route mit einbezogen. Eigens dafür entworfen hat der Klosterverein ein Logo in Form eines Dreiecks und einem Walmdach. "Die meisten Zisterzienserklöster in Mecklenburg-Vorpommern haben ein Walmdach", erklärt Burkhard Schmidt. Nach der Besichtigung der Klosteranlage Rehna geht es weiter. Die Tour des Zisterzienserordens führt auch durch Mühlen Eichsen. Burkhard Schmidt findet es wichtig, die historischen Stätten zu erhalten. "Die Wanderwege zu den verschiedenen Klöstern werden gut angenommen. Für die einen ist das Pilgern wichtig, einige bleiben und beten an jeder Stätte. Ein anderer will zu sich finden und der nächste findet vielleicht zu Gott", sagt Schmidt. Für die Mönche geht der Drehtag an dieser Stelle zu Ende, das NDR-Team muss noch weiter - zu den nächsten Klosterstätten, die auf der europäischen Zisterzienserroute liegen.

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