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Meetzen international : Atemschutzmuseum will ins Guinness-Buch

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Der Chef des Internationalen Atemschutzmuseums schmiedet neue Pläne und will einen Weltrekord aufstellen

von
erstellt am 10.Jul.2017 | 20:30 Uhr

Kaum ist das Internationale Atemschutzmuseum eröffnet, da schmiedet Museumsdirektor Uwe Rosenfeld weitere Zukunftspläne. So will er einen Weltrekord aufstellen: Meetzen soll als der Ort ins Guinness-Buch der Rekord eingehen, in dem es die weltweit größte Sammlung an Atemschutzmasken gibt. Noch geht Rosenfeld von einer Vermutung aus, künftig will er Gewissheit haben.

Die Chancen, dass es mit einem Eintrag in das Guinness Buch klappt, stehen nicht schlecht. Denn das Museum ist mittlerweile im Besitz einer Sammlung, die schon jetzt einmalig in Europa sei. Sie umfasst den gesamten Atemschutzbereich von der Feuerwehr, der Industrie, dem Zivilschutz und dem Militär. Dazu gehören seltene Exponate wie eine Atemschutzmaske mit eingebauter Trillerpfeife für militärische Ausbilder oder Masken mit Telefonanschluss.

Zusammengestellt hatte diese Sammlung der deutsche Ingenieur und weltweit anerkannte Experte auf diesem Gebiet, German Vogliano, der im März vergangenen Jahres gestorben ist. Nach dessen Tod entschied sich die Familie Vogliano, diese Sammlung dem Meetzener Museumsteam zu überlassen. 15 Mal fuhren Rosenfeld und sein Team daraufhin nach Berlin, um die Sammlung nach Meetzen zu holen.

Nur ein Teil davon kann bislang in dem Internationalen Atemschutzmuseum präsentiert werden. Denn die Ausstellungsfläche beträgt derzeit „nur“ 280 Quadratmeter. Im kommenden Jahr will das Meetzener Museumsteam die Fläche auf 500 Quadratmeter erweitern. Die Kosten dafür werden auf rund 30 000 Euro geschätzt. Das Museum hofft auf eine EU-Förderung in Höhe von 20 300 Euro.

Über welchen Museumsschatz Meetzen verfügt, verdeutlicht Dr. Hagen von Dörr, der selbst ein leidenschaftlicher Atemschutz-Sammler ist: „Diese Ausstellung hier ist einmalig. Ich war bereits in London, den USA und anderen Ländern. Aber ich habe noch nie etwas Vergleichbares wie hier gesehen.“

In Meetzen werden nicht nur Gasmasken und Filter präsentiert, sondern auch Sauerstoffschutzgeräte und Pressluftatmer aus der ganzen Welt. Selbst Unikate wie ein Neuerervorschlag aus der DDR mit einer Nebenleitung zum Befüllen von Autoreifen wird gezeigt. „Die Vielfalt unserer teilweise einzigartigen Exponate macht dieses besondere Museum daher zu einer in Europa einzigartigen Ausstellung“, so Meetzens Museumsleiter Uwe Rosenfeld. Zu sehen ist die Schau montags von 10 bis 17 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr.

 

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