Sondermüll : Asbest in der Zwischendecke

Der Abriss der alten Strickerei in Rehna verzögert sich. In der Zwischendecke der Produktionshalle wurde schwachgebundenes Asbest entdeckt. Eine spezialisierte Firma aus Schwerin soll dieses nun entfernen.
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Der Abriss der alten Strickerei in Rehna verzögert sich. In der Zwischendecke der Produktionshalle wurde schwachgebundenes Asbest entdeckt. Eine spezialisierte Firma aus Schwerin soll dieses nun entfernen.

Abriss der alten Strickerei in Rehna verzögert sich / Mehrkosten in Höhe von 52 000 Euro

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15. März 2014, 00:15 Uhr

Eigentlich sollte die ehemalige Produktionshalle eines Textilunternehmens in Rehna bereits weitgehend abgerissen sein. Doch eine unangenehme Überraschung in der Zwischendecke der alten Strickerei verzögert die Arbeiten erheblich. „Durch die Entdeckung von schwachgebundenem Asbest musste der Abriss erst mal gestoppt werden“, erklärt Rehnas Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg. Amtsleiter Hans Martin Buschhart ergänzt: „Für die Beseitigung müssen wir Spezialkräfte beauftragen.“ Insgesamt drei Firmen bewarben sich um die Aufgabe. Die Stadtvertreter Rehnas gaben nun auf ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag dem Schweriner Unternehmen HCH Umwelt GmbH den Zuschlag.

Durch den unerwarteten Mehraufwand erhöhen sich auch die Kosten für den Abriss der Produktionshalle beträchtlich. Wurde ursprünglich von gut 80 000 Euro ausgegangen, kommen nun noch einmal 52 000 Euro für die Entsorgung des schwachgebundenen Asbests hinzu. „Das ist ein Heidenaufwand, der da betrieben werde muss“, so Oldenburg.

Für die Entfernung des Asbests wird zunächst die Halle weitgehend abgedichtet und darin ein Unterdruck erzeugt, damit keine Asbestfasern ins Freie gelangen können. Der Zugang der Arbeiter erfolgt durch eine Schleuse mit vier Kammern. Anschließend werden die Asbestplatten demontiert und verpackt sowie eine umfassende Feinreinigung der Halle durchgeführt. Das Asbest wird schließlich auf eine zugelassene Sondermülldeponie gebracht.

Hans Martin Buschhart hofft, dass der Abriss so schnell wie möglich abgeschlossen wird. Dagegen geht Steffen Scheitz, Geschäftsführer der HCH Umwelt GmbH, alleine für die Entfernung des Asbests von bis zu drei Wochen Zeitaufwand aus. „Das hängt davon ab, wie lange die Reinigung dauert. So etwas sieht man immer erst, wenn man bei der Arbeit ist“, so Scheitz.

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