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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 08:13 Uhr

Wendorf : Artenvielfalt im eigenen Garten

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Heimatverein Wendorf zeigt, dass mit kleinen Maßnahmen Überlebensinseln für Käfer, Insekten und Vögel geschaffen werden können

von
erstellt am 26.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Mit „Überlebensinseln“ Tieren einen geschützten Lebensraum schaffen und das im eigenen Garten, hat sich der Heimatverein Wendorf als Aufgabe gestellt und eine Initiative ins Leben gerufen. „Ich habe eine Idee von Professor Peter Berthold aufgegriffen, der in einem Buch über den Artenrückgang bei Vögeln schreibt“, sagt Dr. Detlef Mey vom Heimatverein.

Ornithologe Prof. Berthold hat dafür Land gekauft und über eine Initiative versucht, den Artenrückgang zu minimieren. „Land zu erwerben, hat hier keinen Sinn“, weiß Dr. Mey, wohl auch, dass man trotzdem etwas machen könne, im Dorf, im Garten. „Auf vielen Grundstücken in Wendorf gibt es schon Holzstapel, Kompostbuchten oder Steinhaufen. Wir haben 25 Mitglieder in unserem Verein und jeden über die Initiative in einem Rundbrief informiert“, sagt Dr. Mey. Das Interesse sei groß, ebenso die Bereitschaft, mitzumachen.

Der Artenrückgang habe bei zahlreichen Tierarten bedenkliche Formen angenommen, heißt es vom Heimatverein. Zwar biete die Umgebung unserer Dörfer durch ihre weiten Naturflächen Kleintieren eigentlich gute Überlebungschancen, doch wären gerade sensible Arten wie Käfer, Insekten und Reptilien und über die Nahrungskette auch Singvögel durch intensive Bewirtschaftungsformen gefährdet. Durch kleinere Maßnahmen im eigenen Garten könne dem Trend entgegengewirkt werden. Zu den Vorschlägen, von denen einige noch im Herbst umgesetzt werden können, gehört das Aufstellen eines Insektenhotels. Bei dessen Bau werden viele Fehler gemacht, weiß Dr. Mey, die man aber beseitigen könne, wenn darüber gesprochen werde. „Man sollte kein rundes Holz nehmen, weil es reißt und dann von den Insekten nicht mehr angenommen wird. Das Holz sollte auch nicht behandelt werden.“ Im Garten von Familie Mey gibt es Insektenhotels, rund 20 Nistkästen, auch hängen Tonblumentöpfe mit der Öffnung nach unten in Obstbäumen.

 
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