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POsitive Zahlen für Gadebusch : Arbeitsmarkt entspannt sich

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Quote sinkt auf 7,6 Prozent / Bei Jugendlichen gibt es einen leichten Anstieg

Erfreuliche Nachrichten sind rar, die Arbeitsagentur und das Jobcenter in Wismar können dennoch welche liefern: Die Frühjahrsbelebung setzt sich fort. Im Landkreis Nordwestmecklenburg waren im Mai 388 Menschen weniger auf Jobsuche als noch im April. Das ist ein Rückgang von 5,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 7,6 Prozent. Im April waren es 8,1 Prozent.

Einen Wermutstropfen muss Peter Dumonti von der Arbeitsagentur dann aber doch loswerden. „Bei der Jugendarbeitslosigkeit sind wir nicht ganz so gut wie im vergangenen Jahr.“ Im Nordwestkreis suchen derzeit 534 Jugendliche unter 25 Jahre einen Job. Das sind acht Prozent mehr als vor einem Jahr. Doch was auf den ersten Blick wie eine dramatische Entwicklung aussieht, entpuppt sich bei genauerer Sicht als moderater Anstieg. Gerade einmal 40 Jugendliche auf Jobsuche mehr zählt die Statistik im Vergleich zum Vorjahr. Also kein Grund zur Beunruhigung. Vor allem, weil dem ein Ausbildungsmarkt gegenüber steht, der genügend freie Stellen anbietet: 530.

Das Problem sind das Angebot und die Nachfrage. So gibt es viele offene Ausbildungsstellen als Koch, Hotelfachmann oder-frau. Besonders drastisch ist die Kluft bei den Restaurantfachkräften. 52 Stellen hat Peter Dumonti im Angebot. Einzig, die Jugendlichen suchen andere Jobs für die Zukunft. Im Restaurant wollen weniger als drei arbeiten. So genau lässt sich das nicht sagen, denn in der Statistik steht an dieser Stelle ein Sternchen, weil die Zahl der Interessenten so gering ist. Gefragt sind stattdessen Stellen als Verkäufer, Medizinische Angestellte oder im Büro.

Auch das Jobcenter kann sich den guten Nachrichten anschließen. Die Zahl der Klienten ist ebenfalls rückläufig. „Nur bei den Jugendlichen verzeichnen wir einen leichten Anstieg. Der ist aber der Zahl der meist jugendlichen Asylberechtigten geschuldet“, sagt Geschäftsführer Martin Greiner. Doch sie seien gut ausgebildet und motiviert. „Dieses Potenzial wollen wir nutzen.“

Außerdem hat das Jobcenter vom Bund 800 000 Euro zusätzlich bekommen. Damit wurden Förderprogramme aufgestockt. Beispielsweise finanziert das Jobcenter Praktika für drei Monate oder unterstützt beim Autokauf oder dem Führerschein. Arbeitgeber auf der anderen Seite können Lohnkostenzuschüsse beantragen. „Wir machen alles, um Arbeitsverhältnisse nicht scheitern zu lassen“, sagt Greiner. „Wir haben genügend Spielraum.“ Knapp 200 solcher Fälle im Jahr bewilligt das Jobcenter. Doch Greiner sagt auch: „Das können ruhig noch mehr werden.“

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erstellt am 31.Mai.2016 | 20:00 Uhr

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