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Notdienst in Gadebusch : Arbeiten, wenn andere frei haben

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gabriele Behnsen betreibt in Gadebusch gleich zwei Apotheken und muss entsprechend häufig Notdienst schieben

svz.de von
erstellt am 15.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Karfreitag hinter uns, nun stehen die Osterfeiertage bevor. Für die meisten Menschen hierzulande bedeutet das vor allem eines: mehr Zeit für die Familie durch ein paar zusätzliche freie Tage. Doch es gibt Ausnahmen. Menschen, die auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten müssen. Krankenhauspersonal, Pannendienste, Polizisten. Aber auch Pastoren, Journalisten, Viehwirte. Und Apotheker. Denn die müssen in regelmäßigem Abstand Notdienst schieben. So wie Gabriele Behnsen.

Mit der Ratsapotheke und der Theodor-Körner-Apotheke betreibt die Gadebuscherin in der Münzstadt gleich zwei Häuser. Und muss demzufolge natürlich auch doppelt so viele Notdienste abdecken, wie Kollegen mit nur einem Standort. Unter anderem auch über die diesjährigen Osterfeiertage. Da kommt zu den normalen vormittäglichen Öffnungszeiten am heutigen Sonnabend noch ab 18 Uhr eine Stunde Notdienst dazu, am Ostersonntag und Ostermontag ist die Apothekerin dann jeweils von 10 bis 11 Uhr sowie 18 bis 19 Uhr für ihre Kunden da.

Doch wer nutzt eigentlich an welchen Tagen so einen Apotheken-Notdienst? Und warum? Welche Medikamente werden in diesem Rahmen am häufigsten ausgegeben? „Zu Weihnachten und Ostern ist eigentlich immer recht viel los. Heiligabend hatte ich sogar schon mal 20 Kunden, die versorgt werden mussten“, sagt Gabriele Behnsen. Aber das hänge dann unter anderem auch davon ab, ob beispielsweise gerade eine Grippewelle über das Land zieht. Manche kommen, weil sie einfach zu viel gegessen haben, andere mit einem Rezept vom Notarzt und wieder andere auch einfach nur zum Reden.

Langweilig wird es der 53-Jährigen dabei aber offensichtlich nur selten. So erzählt sie vom Fahrer eines Rettungswagens, dem sie mit einem Medikament gegen Durchfall helfen musste, damit dieser seine Tour zu Ende fahren konnte. Noch kurioser ging es bei einem wohl sehr fitnessbewussten Mitmenschen zu. „Der hatte sich einen Bauch-Trainer gekauft und benötigte nun dringend Ultraschall-Gel zur Befestigung der Elektroden am Körper. Sonnabend und Sonntag hat er mich mit diesem Anliegen belagert“, erinnert sich Gabriele Behnsen. Die meisten Menschen hätten allerdings ein feines Gespür dafür, wann sie wirklich in den Notdienst kommen müssen und wann nicht.

 

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