Klosterverein Rehna : Anpacken statt nur reden

Die Mitglieder des Rehnaer Klostervereins berieten über das angefangene Jahr.
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Die Mitglieder des Rehnaer Klostervereins berieten über das angefangene Jahr.

Rehnaer Klosterverein bemängelt fehlende Unterstützung der Stadt. Weltgästeführertag am 3. März eröffnet Saison 2018

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05. Februar 2018, 12:00 Uhr

Wenn die Besucher des Rehnaer Klosters im Frühjahr und Sommer wieder zu Hunderten in das alte Gebäude strömen und sich auch den Klostergarten oder den Hildegard von Bingen-Garten anschauen, werden sie auf eine gepflegte Anlage stoßen. Das jedenfalls hoffen die Mitglieder des Rehnaer Klostervereins. Denn die Realität könnte anders aussehen. Jetzt sucht der Verein nach einer Lösung.

„Es gibt keine Ein-Euro-Jobber und keine ABM-Maßnahmen mehr. Niemand kann uns für ein geringes Entgelt die Außenanlagen pflegen“, erklärte die Vorsitzende des Vereins, Eva Doßmann. 2004 übernahm der Verein die Pflege dieser Anlagen. Bis Ende 2017 wurden die Anlagen gepflegt. Mit Hilfe von Außen könnte jetzt Schluss sein. „Wir suchen jemanden, der uns hin und wieder ehrenamtlich hilft. Auch in den eigenen Reihen wird gesucht“, erklärte Vorstandsmitglied Monika Mück. Hilfe von Seiten der Stadt erwartet man derzeit nicht. Hier bekam man bisher negative Signale gesendet. Der Haushalt sei noch nicht beschlossen, lautete die Aussage, so die Mitglieder. Als erste Maßnahme werden die Klosterfreunde schon in diesem Monat einen Arbeitseinsatz starten, zu dem alle Freiwilligen und alle Vereinsmitglieder aufgerufen sind. „Irgendwie vergisst die Stadt immer, dass uns nichts gehört. Weder das Kloster, noch die Kirche, nicht ein einziger Stein. Wir engagieren uns ehrenamtlich für den Erhalt dieser Anlage, bringen sogar Pflanzen aus dem eigenen Garten mit, um die Klosteranlage zu verschönern. Deshalb wäre Unterstützung von Seiten der Stadt nötig“, erklärte Eva Doßmann. Natürlich sähe sie auch die Einnahmen, die der Klosterverein jedes Jahr durch Eintrittsgelder oder Veranstaltungen einnehme. Doch die reichten bei einer Besucherzahl von 1480 im Jahre 2017 nicht annähernd aus, sagte die Vorsitzende. Hinzu kamen zwei Veranstaltungen, die mit negativen vierstelligen Zahlen herausgingen, da sie entweder ausfielen oder nicht annähernd die gewünschte Besucherzahl erreicht wurde.

Froh hingegen zeigte sich der Verein über den Verlauf des Weinstandes auf dem Martensmannfest. „Wir hätten nicht gedacht, dass so viel Weißwein bei dem kalten Wetter getrunken werden würde“, sagte die Rehnaerin.

Um in Zukunft weiter gut gerüstet zu sein, wählten die Mitglieder Julia von der Heyde und Reinhard Hoppe in den Vorstand. Von beiden verspricht sich der Verein neue Ideen, um das Kloster weiter attraktiv und populär zu machen. Beide wurden einstimmig bzw. mit großer Mehrheit in den erweiterten Vorstand berufen.

Der Verein blickt nicht nur deshalb positiv in das bereits angefangenen Jahr. Auch 2018 stehen wieder zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm. Schon am 4. März beginnt mit dem Weltgästeführertag die Saison. Nur sechs Tage später startet die jährliche Konzertreihe des Vereins. Dann können die Besucher vielleicht schon die ersten Ergebnisse einer gepflegten Außenanlage in Augenschein nehmen.

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