Rehna : Angler fordern Teichsanierung

Vereinsvorsitzender Sigurd Schneider engagiert sich sich mit Petrijüngern, die das Gewässer pflegen. Fotos: volker bohlmann
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Vereinsvorsitzender Sigurd Schneider engagiert sich sich mit Petrijüngern, die das Gewässer pflegen. Fotos: volker bohlmann

Angler in Rehna sammeln Unterschriften für eine Entschlammung des Mühlenteiches.

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13. Januar 2016, 23:59 Uhr

Ausgeprägte Schilfgürtel, Flachwasserzonen geprägt vom Schlamm – der Mühlenteich in Rehna ist alles andere als ein für den Angelverein Radegasttal Rehna e.V. ideales Sportgewässer. Das soll sich ändern. So zumindest die Forderung der Petrijünger des mehr als 100 Mitglieder zählenden Vereins.

Mit einer Unterschriftensammlung will der Verein die breite Öffentlichkeit sensibilisieren und eine Sanierung des Kleinods einfordern. „Unsere Unterschriftensammlung läuft seit einigen Wochen. Wir verzeichnen eine ständige Nachfrage und müssen neue Listen nachreichen“, sagt Sigurd Schneider. Dem Vorsitzenden des Angelvereins macht so etwas Mut, denn nun wird erneut deutlich, dass die Rehnaer und all jene, die die Stadt in ihr Herz geschlossen haben, eine Verschlammung des Teiches nicht hinnehmen wollen. Darüber hinaus gehört der Teich zum Anlaufpunkt des touristisch gut frequentierten Klosterensembles. Zwei Punkte, die für einen Erhalt sprechen. Allerdings wird ohne eine umfassende abgesicherte Finanzierung der Teich in absehbarer Zeit verlanden. Ein Problem, um das Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg weiss. Allerdings fehlt es der Stadt an Eigenmitteln, lässt sich der Mühlenteich nicht entschlammen. „Wir setzen auf Unterstützung. Auf Stadtebene und mit Landesgremien konnten wir bereits zahlreiche Gespräche führen. Das Landwirtschaftsministerium sowie das Staatliche Amt für Umwelt und Natur hat uns auf einer Projektliste mit einem finanziellen Aufwand von 1,7 Millionen Euro registriert“, so der Bürgermeister.

Ihm sei klar, dass Rehna von einem Startschuss für das Projekt noch weit entfernt ist. Zumindest sei aber nun das Problem auf höherer Ebene bekannt. Oldenburg spricht ebenso von einer fachlichen Bewertung von Radegast, Mühlenteich und Neddersee. Demnach sei nicht der Neddersee für die Verschlammung ausschlaggebend. So trage u. a. auch eine insgesamt hohe Nährstoffbelastung von landwirtschaftlichen Flächen zur Verschlechterung der Situation bei.

„Wie wir das Projekt Mühlenteich angehen, muss im Detail besprochen werden. Denkbar wäre möglicherweise eine Spundwand, die die Radegast und den Teich trennen, aber dennoch einen kontrollierten Wasseraustausch ermöglichen“, meint Oldenburg. Im Ergebnis ließe sich der Mühlenteich als städtisches Gewässer erhalten, welches die Petrijünger nutzen.

Die Stadt Rehna hatte in den zurückliegenden 20 Jahren mehrfach die Entschlammung des Mühlenteiches angepackt. Zahlreiche Bürger unterstützten die Aktion durch Spendenzahlungen. Die letzte Teilentschlammung fand im Zuge des Baus der Fischtreppe statt.

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