Gadebusch : Amtsvorsteher gegen Preissenkung

Wertvolle Gut: Trinkwasser
Wertvolle Gut: Trinkwasser

Rico Greger weist Vorstoß der Linken zu Trinkwasserpreisen als Populismus zurück / Zweckverband Radegast schreibt erneut schwarze Zahlen

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18. September 2015, 00:28 Uhr

Der einst Krisen geschüttelte Zweckverband Radegast hat offenbar ein immer sicheres Fahrwasser erreicht. So schreibt das kommunale Unternehmen, dem einst fast die Zahlungsunfähigkeit drohte, erneut schwarze Zahlen. Einen Spielraum für Preissenkungen im Trinkwasserbereich sieht die Verbandsspitze allerdings ebenso wenig wie der Gadebuscher Amtsvorsteher Rico Greger. Er bezeichnete einen entsprechenden Vorstoß der Linken in Gadebusch (SVZ berichtete) als Populismus. „Die Linke müsste eigentlich wissen, dass wir in der Vergangenheit genügend Probleme mit dem Zweckverband hatten. Wir können froh sein, dass Kontinuität eingekehrt ist und sollten auch weiterhin klar auf Preisstabilität setzen“, sagt Greger gegenüber der SVZ.

Nach Angaben des Zweckverbandes Radegast bezahlt ein Drei-Personen-Haushalt derzeit durchschnittlich 22 Euro pro Monat für einen Jahresverbrauch von 90 Kubikmetern Trinkwasser. Der Kubikmeterpreis beträgt 1,82 Euro. „Wir liegen mit diesem Trinkwasserpreis im Landesvergleich im guten Mittelfeld“, verdeutlicht Verbands-Geschäftsführerin Claudia Westphal. Zudem sei der Verband in der Lage allgemeine Preissteigerungen abzufangen, so dass es zu keiner Erhöhung des Trinkwasserpreises kommen brauche.

Nach Westphals Angaben hat sich das Konzept des Schuldenabbau statt -aufbaus klar bewährt: „Wir haben seit drei Jahren keine Probleme mehr mit dem Landesrechnungshof.“ Die Rechnungsprüfer hatten zuvor mehrfach angemahnt, dass der Zweckverband die Eigenkapitalquote erhöhen müsse. Inzwischen kann der Zweckverband Radegast eine Eigenkapitalquote von 36 Prozent aufweisen. Zum Vergleich: Sie lag im Jahr 2009 bei lediglich 14 Prozent.

Im vergangenen Jahr verbuchte der Zweckverband Radegast einen effektiven Gewinn von 159 000 Euro. Zudem konnte das Unternehmen die so genannte Pro-Kopf-Verschuldung von 946 Euro (Stand 2009) auf 787 Euro (2014) reduzieren.



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