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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. Oktober 2017 | 15:43 Uhr

Rehna : Amt versteigert Fahrräder

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Erste Auktion in Rehna: gefundene Drahtesel sollen an den Mann gebracht werden/ Bei Verlusten im Fundbüro nachfragen lohnt sich

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2015 | 00:01 Uhr

Kleine Fahrräder, große Fahrräder, Räder für Damen und Herren – der Amtshof Rehna lagert eine beträchtliche Menge von Zweirädern. Insgesamt sind es 15, alles Fundstücke aus den Gemeinden des Amtsbereiches. „Meist gab es einen Anruf oder Bürger haben die Fahrräder beim Amt vorbei gebracht“, sagt Christian Klüßendorf vom Amt Rehna, der für Fundsachen zuständig ist. „Wir bewahren die Fundsachen dann ein halbes Jahr auf.“ Auch die Fahrräder stehen für mindestens sechs Monate in den Räumlichkeiten des Amtshofes. „Die Fahrräder, die wir allerdings jetzt hier haben, gehen bis in das Jahr 2012 zurück“, sagt Klüßendorf.

Zeit zum Aufräumen, findet auch Amtshofleiter Michael Jürß. Deshalb hat sich das Amt Rehna überlegt, am 10. März um 16 Uhr, zu einer Fahrrad-Versteigerung auf dem Gelände des Rehnaer Amtshofes einzuladen. Es wir die erste Versteigerung von Fundrädern sein, die in Rehna stattfindet. „Es ist einen Versuch wert“, findet Christian Klüßendorf.

Wer selbst schrauben kann, etwas Ahnung von Fahrrädern hat und bereit ist, etwas Geld zu investieren, für den ist vielleicht etwas dabei. Die meisten Fahrräder seien zur Zeit nicht fahrbereit, sagt Amtshofleiter Jürß. „Irgendwo haben die meisten eine Macke.“ Doch einige der Modelle sehen auf den ersten Blick noch ganz gut aus.

Mountainbikes, Rennräder, Klassiker aus alten Zeiten und sogar ein kleiner Roller sind bei den fahrbaren Fundstücken des Amtshofs dabei. Haben wollte die Fahrräder anscheinend keiner mehr. Weder habe sich jemand gemeldet, der ein Rad vermisse, noch hätten die Finder Interesse gezeigt, so Klüßendorf. „Wenn der Eigentümer sich in der Zeit von einem halben Jahr nicht beim Amt gemeldet hat, richten wir eine Anfrage an den Finder, ob er das Fahrrad haben möchte.“ Ist das nicht der Fall, kommt das Rad zur Sammlung in die Räumlichkeiten des Amtshofs.

„Es lohnt sich für die Leute, ruhig mal im Fundbüro nach ihren verlorenen Sachen zu fragen“, findet Christian Klüßendorf. Der Großteil der Fundstücke seien zwar Schlüssel – meist nicht namentlich zuzuordnen. Doch manchmal finden auch ganz andere Fundgegenstände den Weg zu Klüßendorfs Schreibtisch: „Einmal haben wir eine komplette Angelausrüstung bekommen“, erzählt der Mitarbeiter des Amtes. Ein anderes Mal sein eine ältere Dame mit einem 50-Euro-Schein bei ihm erschienen. „Sie wollte ihn unbedingt abgeben“, so Klüßendorf. Nach einem halben Jahr hatte sich keiner gemeldet und die Dame durfte das Geld abholen und behalten.

 

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