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Rehna : Amt schaltet Polizei nach Trauerpost-Fund ein

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Es soll geklärt werden, ob eine strafbare Handlung ausgeschlossen werden kann

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Der Fund mehrerer Trauerkarten aus dem Jahre 2014 an einem Wegesrand bei Bestenrade könnte ein Fall für die Polizei werden. So will das Amt Rehna prüfen lassen, ob eine strafbare Handlung ausgeschlossen werden kann. Mit anderen Worten: Es soll u. a. geklärt werden, ob die Trauerpost möglicherweise gestohlen worden ist.

Entdeckt wurde die Post am Montag dieser Woche an einem Wegesrand zwischen Bestenrade und Bülow durch SVZ-Leser Ernst Schönherr. Wie sie dort hin gelangte, ist bislang unklar.

Adressiert worden war die Post 2014 an ein Trauerhaus in der Gemeinde Carlow. Sie durchlief die Briefzentren Schwerin und Hamburg, das belegen die Poststempel auf den Briefmarken. Einer der Absender war die Rehnaer Schützengilde.

Gegenwärtig bewahrt das Amt Rehna die gefundene Trauerpost auf. „Wir werden die Karten der hinterbliebenen Ehefrau die Karten zukommen lassen und hoffen, dass keine alten Wunden aufgerissen werden“, sagt Bernd Karnatz vom Amt Rehna. Die SVZ hatte das Amt zuvor über den nicht alltäglichen Fund informiert.

Der Sprecher der Deutschen Post, Jens-Uwe Hogardt, erklärte gestern, dass beim Fund von Briefen und dem Verdacht einer möglichen Straftat die Polizei eingeschaltet werden sollte. Hogardt betonte: „Bis auf wenige Einzelfälle kommen alle Briefe beim Adressaten an.“

Ausnahmen gibt es dennoch und die sorgen für Aufsehen. So gestand vor wenigen Tagen eine Frau aus dem Landkreis Schwandorf/Bayern, Briefe unterschlagen zu haben. In der Wohnung der externen Post-Mitarbeiterin hatte die Polizei mehr als 1000 geöffnete Briefe sowie Trauer- und Glückwunschkarten entdeckt. Sie hatte in der Post nach Bargeld und Wertgegenständen gesucht. 

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