Brauhaus am Lohberg : Amerikaner lieben Wismarer Bier

Verführerisch: Acht verschiedene Biersorten schenkt Sandra Grapenthin im Laufe eines Jahres an die Gäste aus.
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Verführerisch: Acht verschiedene Biersorten schenkt Sandra Grapenthin im Laufe eines Jahres an die Gäste aus.

Im Brauhaus am Lohberg werden Bierspezialitäten vom Pilsner über Pale Ale bis zum Roten Erik und Hefe-Weizen hergestellt

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20. Juni 2016, 05:00 Uhr

Sommerzeit ist Weizenzeit. Und weil das so ist, fahren die Bauern dann zur Ernte aufs Feld und die Bierliebhaber ins Brauhaus am Lohberg zu Wismar. Denn neben vielen anderen Bieren wie Pilsner, dem Roten Erik oder aber Pale Ale wird dann mit dem Wismarer Weißbier ein echtes norddeutsches Hefe-Weizen ausgeschenkt. Eine bernsteinfarbene, fruchtig-spritzige Bierspezialität. Gebraut aus Wasser, Hopfen sowie Gersten- und Weizenmalz.

„Wir präsentieren unseren Gästen eine große Sortenvielfalt, darum brauen wir unser Wismarer Weißbier auch nur im Sommer. Es ist ja auch ein typisches Sommerbier“, sagt Braumeister Stefan Beck. In nur zwei Sudvorgängen werden davon lediglich 2000 Liter gebraut. Ausgeschenkt ab 1. Juli und nur so lange, bis der letzte Tropfen Hefe-Weizen sich aus dem Zapfhahn der Gasthausbrauerei im Alten Hafen gequält hat. Zum Vergleich: Das ganzjährig gebraute Pilsner der einzigen Wismarer Brauerei fließt in einer Menge von immerhin 50  000 Litern durch die Kehlen durstiger Bierliebhaber.

Und die gibt es bekanntlich auf der ganzen Welt. So wundert es eigentlich kaum, dass auch Amerika das Bier aus Nordwestmecklenburg für sich entdeckt hat. Doch während andernorts die Biere dafür eine Reise über den Atlantik antreten müssen, läuft es in der Hansestadt genau umgekehrt. „Jährlich kommen gut 3000 Kreuzfahrtgäste zu uns. Australier, Briten und ganz viele Amerikaner. Auch wenn die nie viel Zeit haben, sind sie regelmäßig total begeistert von der Substanz des mehr als 600 Jahre alten Gebäudes, von Brezeln und deutschem Bier. Zum Abschluss ihres Besuchs in Wismar gibts dann noch eine Verkostung, danach sind die Kreuzfahrer total glücklich“, erzählt der 41-jährige Stefan Beck weiter.

Dabei sei beispielsweise den meisten der amerikanischen Besucher gar nicht bewusst, welch hervorragenden Biere und welche Vielfalt sie quasi vor der Haustür vorfinden würden. „Die meisten kennen nur die großen Markenbiere. Dabei gibt es in den USA bereits weit über 3000 Brauereien mit unglaublich vielfältigen Bieren“, so der Wismarer. Doch am Ende des Tages soll dem Mitgesellschafter des Brauhauses die Begeisterung der Besucher aus Übersee und der deutschen Bierliebhaber für die Wismarer Biere gleichermaßen nur mehr als recht sein.

Sein ganz persönlicher Liebling unter den Brauhausbieren? „Ich favorisiere eher die herben Sorten wie das Pilsner oder das Pale Ale“, sagt Beck. „Aber kennen muss ich sie ja sowieso alle. Ich bin ja verantwortlich für das, was da aus dem Hahn kommt.“

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