Schwedenfest in Wismar : Altstadt im Belagerungszustand

 
1 von 8
Mit dem 16. Schwedenfest erinnert die Hansestadt am vom 21. bis 24.08.2015 an ihre 155 Jahre dauernde Zugehörigkeit zu Schweden. FOTOS: Jens Büttner

Blau und Gelb, die Nationalfarben Schwedens, bestimmen an diesem Wochenende Wismars Straßen. Die Hansestadt erinnert damit an eine Zeit, als die Hafenstadt den Skandinaviern gehörte.

von
21. August 2015, 21:00 Uhr

Mit dem traditionellen Aufzug der Wachen vor dem Rathaus und Vorführungen der militärhistorischen Truppen auf dem Markt hat am Freitag in Wismar das 16. Schwedenfest begonnen. Mit dem mehrtägigen Fest erinnert die Hansestadt an ihre 155 Jahre währende Zugehörigkeit zum nördlichen Nachbarn jenseits der Ostsee. Das bis Sonntag dauernde Volksfest zieht nach Angaben der Veranstalter jährlich bis zu 100 000 Besucher in seinen Bann.„Das Schwedenfest ist für Wismar eine besondere Jahreszeit. Die ganze Stadt ist in Bewegung“, stellte Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) fest. Vor allem die Aufzüge und die nachgestellten Gefechte um die Stadt durch Freizeit-Söldner in historischen Uniformen ziehen immer wieder die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Großes Gedränge herrscht auch auf dem Jahrmarkt am Alten Hafen.

Am Samstag startet dort die Schwedenkopf-Regatta, ehe zum Abschluss am Sonntag Freizeitläufer beim Schwedenlauf ihre Kräfte messen. Außerdem gibt es erneut ein Kubb-Turnier, das Geschicklichkeitsspiel mit Holzklötzchen wird im Volksmund auch Wikingerschach genannt.

Wismar war während des Dreißigjährigen Krieges 1632 von den Schweden eingenommen worden. Durch den Friedensvertrag von Osnabrück 1648 gelangte die Stadt in den Besitz der schwedischen Krone. Ende des 18. Jahrhunderts hatte sich das Kräfteverhältnis in Europa gewandelt. So kam es 1803 zum Pfandvertrag zu Malmö, demzufolge Wismar samt Poel und Neukloster an den Herzog von Mecklenburg überging.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen