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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

15. Dezember 2017 | 17:02 Uhr

Gadebusch : Altes Handwerk neu inszeniert

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Schaudreschen, Kunsthandwerk und aktuelle Landwirtschaftstechnik beim Herbst- und Erntedankfest in Gadebusch

svz.de von
erstellt am 21.Sep.2014 | 23:30 Uhr

Das Konzept der Stadt Gadebusch, mit einem großen Erntedankfest den Gästen etwas zu bieten, woran sich gerne zurückerinnert wird, ist aufgegangen. Hunderte Besucher verfolgten nicht nur den Festumzug, sondern nahmen auch die vielen Möglichkeiten auf dem Gadebuscher Marktplatz und rund um die Museumsanlage in der Amtsstraße wahr.

„Ich habe als Kind schon einmal Korn mit dem Dreschflegel gedroschen, aber jetzt merkt man eigentlich erst wie schwer das wirklich ist“, erzählte Georg Kropf, der zusammen mit zwei weiteren kräftigen Männern auf die Weizenähren eindrosch, um so die Körner vom Spreu zu trennen. „Es muss noch in der Schulzeit gewesen sein, als ich das das erste und bisher letzte Mal gemacht habe“, erzählte der 52-jährige Mölliner. Doch für das Gadebuscher Herbst- und Erntedankfest nahm er noch einmal den Dreschflegel in die Hand und zeigte, wie man vor vielen Jahrzehnten das Korn gewann. Um wieviel leichter die Arbeit heutzutage von der Hand beziehungsweise von der Maschine geht, wurde den Schaulustigen während des Umzuges gezeigt. Neueste und auch längst überholte Technik rollte quer durch die Stadt Gadebusch und erinnerte daran, wie derzeit und auch früher auf den Feldern gearbeitet wurde. Angeschaut werden konnten sich die landwirtschaftlichen Geräte schließlich im Rahmen des Markttreibens an der Museumsanlage oder auf dem Marktplatz. „Wir haben schon vor ein paar Tagen angefangen, Kränze, Eulen und Herzen zu basteln. Wir haben schon ziemlich viel verkauft“, sagte Greta Gerdes, die zusammen mit einigen Freundinnen für den Gadebuscher Mädchentreff Basteleien verkaufte. Ähnlich erging es auch dem Feuerwehrverein Raguth, der mit selbstgebackenem Brot seit 15 Jahren schon viele Stammkunden auf den regionalen Festen hat. „Wir machen das so drei bis vier Mal pro Jahr. Wir wollen Spaß an der Sache haben“, erklärte Frank Heiden, der wie seine Kollegen in alten Bäckertrachten auf dem Markt arbeitete und so die richtige Atmosphäre für ein Erntedankfest aufkommen ließ.

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