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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

15. Dezember 2017 | 11:22 Uhr

Gadebusch : Alter Baumschnitt sorgt für Unmut

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Familie Schenk ärgert sich über einen riesigen Haufen Holz nur 15 Meter vor ihrer Haustür, den der Bauhof hinterlassen hat

svz.de von
erstellt am 22.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Mareike Schenk und Ehemann André sind sauer: Seit acht Monaten türmt sich vis à vis zu ihrer Haustür ein riesiger Berg Astwerk auf – nur 15 Meter entfernt. Er befindet sich auf der anderen Seite des Landweges zwischen Dorf Ganzow und Neubauhof, an dem auch das Anwesen der Schenks liegt. „Im Oktober 2016 wurden die Bäume an dem Weg ausgeholzt. Das Geäst blieb bis kurz vor Weihnachten so liegen, wie es gesägt wurde“, berichtet das Ehepaar der SVZ. Dann sei es zu zwei großen Holzhaufen zusammengetragen worden. Einer befindet sich nun am Feuerlöschteich, der andere direkt gegenüber vom Wohnhaus der Familie. „Seit dieser Zeit ist nichts weiter passiert mit diesem Geäst. Außer, dass es mittlerweile von Unkraut zugewachsen ist“, erzählt Mareike Schenk. Zeitgleich sei auch an der Umgehungsstraße ausgeholzt und umgehend geschreddert worden, so André Schenk. „Warum ist das nicht auch auf dem Landweg passiert, wurden wir vergessen?“, fragt er sich. In zwei Monaten sei wieder Oktober, da werde mit großer Wahrscheinlichkeit wieder ausgeästet. „Wo landet dann das Holz, vor den Einfahrten der Wohngebäude?“, lautet die sarkastische Frage des Ehepaars.

Auf einen Brief, den die Schenks im April 2017 an die Stadtverwaltung Gadebusch geschrieben hatten, wurde nach ihrer Aussage bisher nicht geantwortet. Auch Versuche, sich bei der Stadt und dem Bauhof Rat zu holen, seien kläglich gescheitert.

Arno Burstein, Fachdienstleiter Ordnungsamt Gadebusch, kann sich auf Nachfrage der SVZ an so ein Schreiben erinnern. „Ich habe das seinerzeit an den Städtischen Bauhof weitergeleitet mit der Bitte um Erledigung. Warum das nicht geschehen ist, kann ich nicht sagen und verstehe natürlich den Ärger der Betroffenen“, erklärt der Behördenmitarbeiter. Er werde der Sache aber nachgehen und darauf drängen, dass das so schnell wie möglich aus der Welt geschafft wird. Allerdings erst, nachdem Uwe Tews, Leiter des Bauhofs, aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. In Bezug auf die Entastungsaktion an der Umgehungsstraße sagt Burstein: „Das hat nichts miteinander zu tun, das sind unterschiedliche Zuständigkeiten.“ Nun hoffen die Schenks, dass der Holzhaufen bald verschwunden ist.

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