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Initiative in Krembz : Alteinwohner will für besseres Miteinander werben

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Udo Quast will Alteingesessenen und Neuzogezogenen das Dorf Krembz in einem Rundgang näher bringen

svz.de von
erstellt am 19.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Udo Quast ist 82 Jahre alt. Seit 1984 wohnt er in Krembz. Seiner Meinung nach ist die Kommunikation zwischen alteingesessenen und neuzugezogenen Einwohnern nicht mehr die beste. Mit einem Rundgang für alle Einwohner quer durch die mehr als 700-jährige Geschichte des Ortes will Quast für ein besseres Miteinander werben.

„Wir haben viele, die in den vergangenen Jahren hergezogen sind. Ich habe das Gefühl, dass man gerade in einem Dorf mehr für die Gemeinsamkeit machen muss“, erklärte Udo Quast. Helfen wird ihm am Sonnabend, den 6. Mai dabei eine Chronik des Krembzers Hermann Wienke. Die war in zwei Bänden im Jahre 2003 erschienen und enthält zahlreiche Details aus dem Leben des Dorfes. „Die Geschichte beginnt etwa 1324. Damals wurde Krembz das erste Mal urkundlich erwähnt“, erklärte der Senior. Hunderte Jahre später sind Aufzeichnungen über das Bestehen von acht Bauernställen gefunden worden. Das Fantastische: Sieben von ihnen gibt es heute noch, wenn auch als umgebaute Wohnhäuser. „Ja, tatsächlich. Nur ein einziger Bauernstall ist nicht erhalten geblieben. Das ist schon toll“, erzählte der Krembzer. Er habe sich die Chronik mehrfach durchgelesen und wolle den Gästen viele interessante Dinge erzählen. „Eigentlich sollte Hermann Wienke auch dabei sein, aber der kann zu diesem Termin nicht. Also haben wir abgesprochen, dass ich das alleine mache“, erklärte Quast.

Der hat gleich mehrere Asse im Ärmel, wenn er in seinem Rundgang durch das Dorf führt. Immerhin habe Krembz gleich drei Denkmale, von denen nur die wenigsten wüssten, sagte er. Der Stein zur Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG), einen Stein zur Verlegung der Wasser- und Abwasserleitung Anfang der 1990-er Jahre und ein Kriegerdenkmal zieren das Dorf. Außerdem habe sich eine Familie auch bereit erklärt, in ihr Haus – einer der ehemaligen Bauernställe – Einblick zu gewähren. „Schlafzimmer, Küche und Bad ist aber tabu“, erzählte Quast lachend.

Unterstützt wird der 82-Jährige außerdem vom Dorfclub, denn der will nach dem etwa einstündigen Rundgang zu Kaffee und Kuchen ins Dorfgemeinschaftshaus einladen. Dann können sich alle Interessierten näher kennenlernen. Los soll es am Sonnabend, den 6. Mai um 14 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus gehen.

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