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Heimatmuseum Boizenburg : Alte Stickerei bei Inventur entdeckt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Boizenburger Heimatmuseum machten die Mitarbeiterinnen einen besonderen Fund

von
erstellt am 20.Dez.2014 | 15:59 Uhr

Bei der Inventur im Heimatmuseum Boizenburg stießen Karin Wieben und Grit Reineckel auf ein wunderschönes kleines Tuch, das in einem Viertel weihnachtlich bestickt war. Es enthält die bestickte Inschrift „Weihnachten St. Quentin 1916“. Dieses Erbstück hatte Ursula Kaune in den 90er Jahren dem Heimatmuseum übereignet. Ihr Großvater, der Klempner Anton Gehrke (1878-1952), hatte es über Jahrzehnte in einem Karton gehütet, erinnerte es ihn doch an seine schlimmen Jahre im Ersten Weltkrieg und seinen Einsatz an der Westfront, an der in der Somme-Schlacht vom Sommer bis November 1916 über eine Million britische, französische und deutsche Soldaten fielen. Anton Gehrke war bereits 38 Jahre alt, glücklich verheiratet und Vater von drei Kindern – Hanni war fünf Jahre alt, Friedrich sieben und Anton acht. Anton Gehrke überlebte den Krieg und kehrte zurück – im Gepäck das wertvolle Tuch.

Übrigens: Das von dem Bildhauer Maximilian Preibisch geschaffene und 1926 errichtete Ehrenmal für die Toten des Ersten Weltkriegs auf dem Friedhof erinnert an die 144 gefallenen Boizenburger.

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