Gadebusch : Alt gegen Jung im Schachturnier

Bunte Mischung: Beim Schachturnier spielten Alt gegen Jung und Profi gegen Anfänger.
Bunte Mischung: Beim Schachturnier spielten Alt gegen Jung und Profi gegen Anfänger.

TSG Gadebusch richtet in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr einen offenen Wettkampf im Spiel der Könige aus

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29. Dezember 2017, 04:45 Uhr

In langen Reihen sitzen sich Jungen und Männer gegenüber, zwischen ihnen nur ein Tisch und ein Brett. Auf dem Brett 32 Figuren – schwarz und weiß. Ein Händeschütteln, dann beginnt das Spiel: Schach.

Solche Szenen spielten sich gestern im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Gadebusch ab. Dort wurde das 17. Breitenschachturnier ausgetragen. „Es ist ein offenes Turnier. Das bedeutet, dass jeder kommen kann“, erklärte Uta Dorendorf von der TSG Gadebusch, Abteilung Schach. Sie ist die Jugendwartin des Vereins, kümmert sich aber neben Spartenleiter Lorenz Wesener um die Organisation.

Insgesamt 89 Spieler aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kaman zum gemeinsamen Spiel nach Gadebusch. „Die weiteste Anreise hatte ein Schachclub aus Greifswald“, sagte die Jugendwartin. Aber auch aus Neukloster, Schwerin, Mölln und Wittenburg kamen die Spieler. Sie alle trafen sich, um nach dem Schweizer System den besten Spieler auszuloten.

Bei jedem Spiel haben die Gegner per Stoppuhr genau 15 Minuten Zeit, sich ihre Züge zu überlegen. Die Zeit beginnt immer um 5.45 Uhr, um 6 Uhr ist Blättchenfall. „Bis dahin müssen die Spieler es schaffen ihren Kontrahenten Matt zu setzen. Sonst gilt das Spiel als verloren“, erklärte Ute Dorendorf. Es spielen Jung gegen Alt, aber auch Profi gegen Neuling.

Kevin Schreiber von den Schachfreunden Schwerin ist einer derjenigen, der diesem Sport schon lange frönt. Er selbst hat es bis in die 2. Bundesliga geschafft. Mittlerweile spielt er aber auf Kreisligaebene. „Mein Vater hat mir das Spiel beigebracht. Ich spiele, seit ich sechs Jahre alt bin“, erzählte der 21-jährige Politik- und Germanistikstudent. Seine Strategie ist: agieren statt reagieren. „Man spielt zu zweit. Das bedeutet, ich muss die Pläne des Gegners verstehen und diese dann zu verhindern versuchen.“ Daher sind die Läufer seine favorisierten Figuren. Sie würden viel Bewegungsfreiheit erlauben. „Wichtig ist aber auch, genug eigene Ideen zu entwickeln“, so der Student.

Ganz so lange spielt Nina aus Drönewitz nicht. Sie ist mit ihren sieben Jahren eines der Nachwuchstalente der TSG Gadebusch. Ihre Lieblingsfigur: die Dame. „Ich spiele immer langsam“, sagt die Siebenjährige. „Und sie kommt jedes Mal zum Training“, freut sich Uta Dorendorf.

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