Alles bereit zum Abheben

Technik: Mitglieder des Fliegerclubs  setzen ein Doppelsitzer-Segelflugzeug Puchacz (poln.: Uhu) zusammen. Werner Mett
Technik: Mitglieder des Fliegerclubs setzen ein Doppelsitzer-Segelflugzeug Puchacz (poln.: Uhu) zusammen. Werner Mett

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30. März 2010, 01:57 Uhr

Pinnow | Je höher die Sonne steigt, um so mehr kribbelt es auch bei den Segelflugfreunden. Nachdem die Mitglieder im Segelclub Schwerin-Pinnow in den zurückliegenden Wintermonaten sich vor allem um ihre Technik gekümmert haben, wollen sie diese nun wieder in die Luft bringen - und sich selbst natürlich auch. "Flugsaison ist von April bis Oktober", erklärt der Vereinsvorsitzende Thomas Helm. "Wir beginnen in diesem Jahr am Osterwochenende."

Doch einfach raus nach Pinnow fahren und in ein Flugzeug steigen - das funktioniert nicht. In diesem Frühjahr mussten alle Vereinsmitglieder zur Fußarbeit antreten: Wildschweine hatten die beiden Start- und Landebahnen auf dem Flugplatz regelrecht umgepflügt. Die Grasnarbe musste wieder komplettiert und festgetreten werden. Eine ausgeliehene Sieben-Tonnen-Walze erledigte den Rest.

Auch die Techniker hatten nochmals voll zu tun. Die sechs Segelflugzeuge des Vereins mussten zusammengesetzt und überprüft werden. Und auch den Piloten steht noch eine Überprüfung bevor. Inhaber einer gültigen Fluglizenz müssen zu Beginn der Saison neben ihrer gesundheitlichen Tauglichkeit auch ihr Leistungsvermögen nochmals beweisen. "Das ist eine Frage der Sicherheit, denn Segelfliegen ist eine Trainingssache", erläutert Helm.

Etwa die Hälfte der 90 Mitglieder im Fliegerclub steigt regelmäßig in eines der sechs Segelflugzeuge oder das Ultra leichtflugzeug des Vereins. Letzteres wird gebraucht, um die Segler in die Luft zu bringen. Es steht zudem für Rundflüge zur Verfügung. "Segelfliegen ist eine Mannschaftssportart", erzählt Maik Bosselmann vom Vereinsvorstand. "Ohne Helfer kommt niemand in die Luft." Die Segelflieger sind zumeist als Hobbypiloten unterwegs. Etwa zehn Pinnower betreiben auch Leistungssport. Dann kommt es darauf an, so viel Kilometer wie möglich im Jahr zurückzulegen.

Doch in den Doppelsitzern oder im Ultraleichtflugzeug des Vereins ist auch immer ein Platz für einen Gast frei. "Bei uns kann jeder vor beischauen", lädt Thomas Helm ein, besser sei aber eine Voranmeldung unter www.fliegerclub-pinnow.de.

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