Weisser wellensittich in Gadebusch : Albino sorgt für Freude

Käte Konetzka und Pflegerin Yvonne Grabowski versuchen den Albino-Nachwuchs auf den Finger zu bekommen.
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Käte Konetzka und Pflegerin Yvonne Grabowski versuchen den Albino-Nachwuchs auf den Finger zu bekommen.

Den Senioren der Volkssolidarität-Tagespflege ist erstmals die Nachzucht von Wellensittichen gelungen

svz.de von
16. August 2016, 05:00 Uhr

Ganz stolz sind sie in der Tagespflegeeinrichtung der Volkssolidarität in der Rudolf-Breitscheid-Straße 16. Die vier Pflegekräfte genauso, wie die derzeit 13 Nutzer dieses Betreuungsangebots: Zum ersten Mal ist es gelungen, von den in der Voliere im Gemeinschaftsraum lebenden Wellensittichen Nachwuchs zu bekommen. „Ich setze mich oft hierher und spreche mit ihnen. Meine Stimme kennen die schon ganz genau“, sagt Käte Konetzka. Die 87-Jährige ist erst seit ein paar Monaten in der Tagespflege, die in der Zeit zwischen 7 und 15.30 Uhr geöffnet hat. Die insgesamt fünf Wellensittiche hat sie aber gleich ins Herz geschlossen. „Ich hatte früher auch mal einen, Putzi hieß der und hat sich prächtig mit unserer Katze Mausi verstanden. Aber als er dann nach fünf Jahren gestorben ist, wollte ich keinen mehr. Das ist ja fast so, als wenn ein Kind stirbt“, berichtet die ehemalige Krippen- und Kindergartenerzieherin, die in Ganzow geboren ist.

Seit etwa fünf Jahren sind die Vögel ein fester Bestandteil der Tagespflege. „Die Bewohner verbringen viel Zeit mit den Tieren, kümmern sich aufopferungsvoll um sie und brauchen sie auch als eine Art Bezugsperson“, erklärt Pflegerin Yvonne Grabowski. Eines Tages habe eine Kollegin einen Nistkasten vorbei gebracht und sie hätten ihn in der Voliere aufgehängt. „Da ging es dann gleich los mit dem Nestbau. Acht Eier wurden dann gelegt, aus denen Ende Mai drei Küken geschlüpft sind. Von denen ist dann dieser eine weiße, ein Albino, übriggeblieben“, berichtet die Pflegekraft. Und der bekäme nun natürlich die ganze Liebe und Aufmerksamkeit, fügt sie hinzu. Kein Wunder, sind solche Spontan-Mutationen doch äußerst selten und ein Überleben in freier Wildbahn so gut wie unmöglich.

Auch ein Abnehmer für das Tier ist schon gefunden, denn in der Voliere kann er aus Platzgründen nicht mehr lange bleiben. „Er kommt zu einem zirka 75-jährigen Herrn, der uns immer am Freitag besuchen kommt“, so Yvonne Grabowski. Nun müsse man aber versuchen, eine weitere Nachzucht zu bekommen. Schließlich solle der Kleine nicht alleine dort bleiben, sind sich die Senioren der Tagespflege und ihre Betreuer einig.

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