Gadebusch : Ärger um die Müllentsorgung

Müllberge rund um die gelben Container – eine Besserung scheint nicht in Sicht.
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Müllberge rund um die gelben Container – eine Besserung scheint nicht in Sicht.

Vor allem zu Neubauten gehörige gelbe Müllcontainer quellen in Gadebusch regelmäßig über. Abhilfe ist nicht in Sicht

svz.de von
31. August 2016, 05:00 Uhr

„Ich finde das echt widerlich. Die Container sind total überfüllt, Müllsäcke liegen daneben und bei Wind und Wetter fliegt alles durch die Gegend.“ Karl-Heinz Hubert ist außer sich. Vor allem direkt vis-à-vis des Rewe-Marktes quillt der Müll regelmäßig aus den gelben Containern des Wohnhauses an der Rosa-Luxemburg-Straße. Müllsäcke, die nicht mehr in den Container passen, wurden von den Mietern unmittelbar daneben abgelegt. Doch das ist kein Einzelfall. An einigen Wohnblöcken in der Münzstadt sieht es genauso aus.

Alle vier Wochen, immer am Dienstag werden die gelben Müllcontainer entleert. Verantwortlich dafür ist die Alba Nord GmbH. Das in Schwerin beheimatete Unternehmen hatte die Ausschreibung des Landkreises gewonnen und ist somit bis Ende 2017 für die Beseitigung des Mülls zuständig. Der Vorschlag des SVZ-Lesers Hubert in Richtung Entsorger: größere oder aber mehr Müllcontainer, alternativ häufigere Entleerungen.

Nichts leichter als das. „Klar könnten wir die Entsorgungs-Abstände der gelben Container verkürzen. Doch dann müsste der Landkreis für die dadurch entstehenden Mehrkosten aufkommen“, sagt Sven Gesierich, der Schweriner Alba-Niederlassungsleiter. Während die vertraglich geregelten Abfuhren überwiegend vom Dualen System als Systembetreiber gezahlt werden, seien darüber hinausgehende Entsorgungstermine ausschließlich durch den Landkreis zu finanzieren, bestätigt Pressesprecherin Petra Rappen auf Anfrage.

Alternativ sei auch die Aufstockung der Container-Anzahl kein Problem. Wenn Bürger dem Dienstleister ihren Mehrbedarf anmelden, würden anstands- und kostenlos weitere Tonnen dazugestellt werden. Die Mehraufwendungen müsse Alba selbst schlucken. Als problematisch erweise sich dies in der Regel aber bei den örtlichen Wohnungsgesellschaften, da diese oft gar nicht mehr wüssten, wohin mit zusätzlichen Containern.

In Gadebusch gibt es mit der Wohnungsgesellschaft Radegasttal mbH (WGR) und der Gadebuscher WohnungsGenossenschaft eG (GWG) zwei solche Unternehmen. „Gemeinsam mit Frau Post von der WGR haben wir mit dem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises zusammengesessen und die Verantwortlichen gebeten, über einen 14-Tages-Modus nachzudenken. Dann wäre das Problem gelöst. Aber da führte kein Weg rein“, sagt GWG-Vorstandsvorsitzende Kerstin Flägel. Und die kostenintensive Schaffung neuer Stellplätze durch die GWG kommt für sie auch nicht in Frage. Die Luxemburg-Straße wäre jetzt endlich so toll geworden, da würden zusätzliche Müllplätze hässlich aussehen. „Dagegen weigern wir uns ganz strikt.“

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