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Briefwähler geben zuerst ihre Stimme ab - auch in Pakistan und Spanien : Ämter verschicken Stimmzettel bis Australien

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Am 22. September werden die 598 Abgeordneten des 17. Deutschen Bundestages gewählt. Bereits vor dem Wahlsonntag können Wähler ihre Kreuze auf dem Stimmzettel machen, wenn sie die Briefwahl beantragen.

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erstellt am 26.Aug.2013 | 05:52 Uhr

Gadebusch/Rehna | Am 22. September werden die 598 Abgeordneten des 17. Deutschen Bundestages gewählt. Bereits vor dem Wahlsonntag können Wähler ihre Kreuze auf dem Stimmzettel machen, wenn sie die Briefwahl beantragen. Die Ämter der Region ver schicken dann die entsprechenden Unterlagen rund um die Welt. So werden beispielsweise von Rehna aus Briefwahlunterlagen nach Skandinavien und Spanien übermittelt. "In einem Fall senden wir die Briefwahlunterlagen per Luftpost auch bis nach Australien", sagt der Rehnaer Haupt- und Ordnungsamtsleiter Bernd Karnatz.

Auch von Südasien aus will ein Nordwestmecklenburger von seinem Recht Gebrauch machen und an der Bundestagswahl 2013 teilnehmen. "Wir haben in diesem Fall die Unterlagen in das pakistanische Islamabad geschickt", erklärt der Gadebuscher Hauptamtsleiter Matthias Jankowski. In der Vergangenheit seien Unterlagen auch nach China und in den Kongo gesandt worden. Amerika könnte hinzu kommen.

Wahlberechtigte, die per Briefwahl ihre Stimme abgeben wollen, sollten den Antrag auf Wahlschein und Briefwahlunterlagen so frühzeitig wie möglich stellen. Sie müssen hierzu nicht erst den Erhalt der Wahlbenachrichtigung abwarten, informiert der Bundeswahlleiter. Ins Haus bekommen die Wähler dann postwendend einen Umschlag mit folgendem Inhalt: Wahlschein, Stimmzettel, Stimmzettelumschlag (blau), Wahlbriefumschlag (rot) und ein ausführliches Merkblatt für die Briefwahl. Wichtig ist: Der Wahlbrief muss bei der zuständigen Stelle spätestens am 22. September bis 18 Uhr vorliegen, da dann die Wahl endet.

Seit 1990 ist die Zahl der Briefwähler kontinuierlich gestiegen. Hatte es damals 4,4 Millionen Briefwähler (9,4 Prozent) gegeben, waren es bei der Bundestagswahl 2009 bereits 9,4 Millionen (21,4 Prozent).

So funktioniert die Briefwahl:


Es ist fast wie im Wahllokal
• Stimmzettel ankreuzen (Erststimme für den Direktkandidaten im Wahlkreis in der linken Spalte, Zweitstimme für das Kräfteverhältnis der Parteien im Bundestag in der rechten Spalte);
• Stimmzettel in den blauen Stimmzettelumschlag legen und zukleben;
•„Versicherung an Eides statt zur Briefwahl“ auf dem Wahlschein mit Ort, Datum und Unterschrift versehen; Wahlschein zusammen mit dem blauen Stimmzettelumschlag in den roten Wahlbriefumschlag stecken;
• Roten Wahlbriefumschlag zukleben, unfrankiert (außerhalb der Bundesrepublik Deutschland: frankiert) in die Post geben oder bei der auf dem Umschlag angegebenen Stelle direkt abgeben.       (*Quelle: Bundeswahlleiter)
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