zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

13. Dezember 2017 | 08:33 Uhr

Gadebusch : Ägypter zieht es in die Münzstadt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gadebuscher Holger Hempel und Wakenstädter Danny Zepuntke zeigen Geschäftsmann Walid Achmed aus Hurghada den Ort

svz.de von
erstellt am 19.Feb.2016 | 23:55 Uhr

Vielen sind die Ausschreitungen auf dem Kairoer Tharirplatz, dem Platz der Befreiung, vor einigen Monaten allgegenwärtig. Viele Urlauber verzichten aufgrund der scheinbar unsicheren Lage auf einen Urlaub in Ägypten. Doch der 42-jährige Ägypter und Geschäftsmann Walid Achmed sieht das ganz anders, wohnt selbst im Ferienort Hurghada und ist mit dem Grevesmühlener Geschäftsmann und in Wakenstädt bei Gadebusch lebenden Danny Zepuntke sowie dem Gadebuscher Holger Hempel seit einiger Zeit befreundet. Jetzt besuchte er die beiden.

„Was die Medien aus Kairo übermittelten, ist in den Ansätzen vielleicht richtig, doch mittlerweile ist die Lage sehr entspannt. Das Militär und die Polizei ist immer und überall präsent. Die Lage ist sehr sicher“, erklärte Walid Achmed. Für ihn selbst sei die derzeitige Situation sehr zufriedenstellend, denn er könne praktisch in der ganzen Welt Geschäfte machen. Der 42-Jährige hat in Alexandria studiert und ist ein Geschäftsmann durch und durch. Der Handel mit Hydraulikschläuchen in vielen Bereichen wie Medizin oder Ölhandel beschäftigt ihn derzeit genauso wie der Handel mit Holz oder Kopierern. „Meine Familie und ich machen oft Urlaub in Hurghada. Wir vermieten dort eine kleine Ferienwohnung. Irgendwann lernten wir Walid am Strand kennen“, berichtet Danny Zepuntke. Daraus wuchs eine Freundschaft, die jetzt in einem Besuch in Norddeutschland gipfelte.

„Klar ist er auch hier, um Geschäfte zu machen. Für ihn geht es von hier weiter nach Italien, wo er weitere Geschäftsleute trifft“, erzählt der Wakenstädter. „Ich nutze die Gunst der Stunde. Wenn ich ein Geschäft sehe, versuche ich, das zu machen. Das geht von Ägypten aus perfekt“, sagt Walid Achmed, dessen Handy selbst beim dreitägigen Besuch in Gadebusch und Grevesmühlen nicht eine Minute ruhig blieb. „Vielleicht verstehen wir uns deshalb so gut. Denn etwas verrückt sind wir ja alle“, erklärte Holger Hempel, der in Gadebusch ebenfalls viel auf die Beine stellt und unter anderem Inhaber des restaurierten Gadebuscher Bahnhofes ist.

Doch auch für Walid Achmed ist es zu Hause am schönsten. Deshalb zieht es ihn und seine russische Frau immer gerne in den Ferienort Hurghada zu seiner Familie. „Der Strand und die Leute sowie das Nachtleben sind toll dort. Von Krieg ist dort nichts zu merken“, erzählt der Ägypter und bittet alle, sich irgendwann selbst davon zu überzeugen, dass Ägypten auch nach tausenden Jahren eindrucksvoller Geschichte immer noch eine Reise wert ist.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen