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Roggendorfer im Schwimmlager : Abtauchen statt büffeln

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Grundschüler absolvieren ein achttägiges Schwimmlager im Ploggensee Grevesmühlen

von
erstellt am 02.Jul.2016 | 04:45 Uhr

Während die meisten Grundschüler in dieser Woche wie gewohnt Lesen, Schreiben und Rechnen auf dem Stundenplan hatten, hieß es für Roggendorfer Viertklässler: Hinein in den Ploggensee Grevesmühlen. Denn im dortigen Freibad absolvieren sie derzeit ein Schwimmlager bei 21 Grad Wassertemperatur.

Zwei Tage lange können sie sich nun ausruhen und Kräfte sammeln, bevor es am Montag ernst wird für sie. Denn die Schwimmprüfungen beginnen. Fest steht schon jetzt zur Freude von Klassenleiterin Petra Hering: „Alle Viertklässler haben mindestens ihr ,Seepferdchen‘ sicher.“ Wer es besitzt, ist ein Frühschwimmer und meistert eine 25 Meter lange Schwimmstrecke genauso gut wie das Heraufholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser.

Der Mann, der den Kindern das Schwimmen beibringt, heißt Reinhard Galda. In Mühlen Eichsen ging er einst zur Schule, in Gadebusch machte er sein Abitur und in Potsdam absolvierte er sein Studium. Danach war er rund 40 Jahre lang Sportlehrer in Grevesmühlen und davon 30 Jahre lang Schulsportberater. Er kennt sich also aus und weiß, wie es geht. Sein Zwischenfazit dieses Schwimmlagers: „Die Kinder machen das alle total gut und haben sehr schnell Vertrauen gefasst.“ Mutig sind sie auch. So wagen sie sich bereits auf den 3-Meter-Turm, der vor einer Woche im Grevesmühlener Freibad eingeweiht wurde. „Schon mindestens zehn Mal habe ich mich getraut, da runter zu springen“, sagt die zehnjährige Luisa Birke. Dann fügt die Viertklässlerin hinzu, ohne dass ihr Schwimmlehrer es hören kann: „Herr Galda ist der beste Schwimmlehrer, den ich kennen gelernt habe.“ Ihr Klassenkamerad Luca Kagelmacher meint: „Schön ist auch, dass wir in den Pausen hier prima Volleyball oder Fußball spielen können.“

Für Klassenleiterin Petra Hering zählen andere Kriterien. „Hier lernen die Kinder das Schwimmen unter realitätsnahen Bedingungen – anders als in einem Schwimmbad.“ Als Kind hatte auch sie einst das Schwimmen in diesem See erlernt – im Alter von acht Jahren. Damals hieß das Freibad noch Badeanstalt.

Dass Kinder das Schwimmen unter realitätsnahen Bedingungen lernen sollten, das empfiehlt auch Reinhard Galda. „Die Bedingungen hier werden die Roggendorfer Grundschüler künftig auch beim Schwimmen in ihrer näheren Umgebung wie im Röggeliner, Mechower See oder dem Schaalsee vorfinden.“

Schon im dritten Jahr in Folge hat sich die Roggendorfer Grundschule für das Schwimmlager in Grevesmühlen entschieden. Der Landkreis übernimmt hierfür die Fahrtkosten.

 

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