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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. Oktober 2017 | 13:42 Uhr

gadebusch : Abriss auf dem Schlossberg

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Stadt lässt Baracke zurückbauen. Aula steht weiter unter Denkmalschutz. Studenten der Hochschule Wismar untersuchen Gebäude

von
erstellt am 16.Okt.2015 | 23:51 Uhr

Der Schlossberg Gadebusch gleicht in Teilen einem Trümmerfeld. Auf Beschluss der Stadt wird die ehemalige Verwaltungsbaracke zwischen dem Gadebuscher Schloss und der Aula abgerissen. „Ziel ist eine freie Fläche auf dem Schlossberg“, sagt Bürgermeister Ulrich Howest auf Anfrage der SVZ.

Mitarbeiter des Unternehmens Alba und HCH nehmen den Flachbau seit einigen Tagen Schicht für Schicht und getrennt nach Bausubstanz auseinander. Es handelt sich dabei um eine erste Maßnahme zur Neugestaltung des Schlossberges. Der gehört außer dem Schlossareal zu großen Teilen der Stadt. „Wie es dort mit der Aula weitergeht, das lässt sich momentan nicht genau sagt“, so Howest weiter. Gadebusch stuft die aktuell noch unter Denkmalschutz stehende Aula als baufällig ein. Howest: „Die Aufwendungen zum Erhalt der Stabilität, Wärmedämmung und Grundsanierung sind zu hoch.“ Das Stadtoberhaupt hofft auf eine praktikable Lösung in Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde.

Mit dem Gadebuscher Schloss und weiteren Gebäuden im Umfeld beschäftigen sich aktuell Studenten der Hochschule Wismar in einer Projektarbeit. Sie untersuchen verschiedene Gebäude auf dem Anwesen. Leiter des Projektes ist der Wismarer Professor Dr.-Ing. Frank Braun. Er begleitet unter anderem Vorhaben wie die Komplettsanierung des langen Hauses mit Kreuzgängen in Rehna. „Dieses Objekt gilt heute noch als Referenzprojekt für die Studenten, die uns mehrfach besuchen“, sagt Rehnas Hauptamtsleiter Bernd Karnatz.

Mit der Hansestadt Wismar prägen viele andere Orte des Landkreises mit ihren Gebäuden eine über Jahrhunderte gewachsene Baukultur. „Diese Baukultur bietet für die Ausbildung zukünftiger Architekten und Bauingenieure ideale Möglichkeiten, das in der Theorie an der Hochschule erworbene Wissen praxisnah vor Ort anzuwenden“, sagt Professor Braun mit Blick auf die regionale Verbundenheit der Wismarer Hochschule. Ende Oktober wollen die Studenten die Ergebnisse ihrer Arbeit in Gadebusch vorstellen.

Ob mit Unterstützung der Hochschule der Gadebuscher Schlossberg eine ähnlich positive Entwicklung nimmt, bleibt abzuwarten. Bislang liegt nach SVZ-Informationen kein tragbares Konzept der Eigentümer vor. Die Folge: In den zurückliegenden Monaten gab es Kritik von Bürgern und Stadtverwaltung, die das Areal sichern und erhalten wollen (wir berichteten). Nun soll nach SVZ-Informationen der Landkreis den Eigentümern vom Verein Hoffnungsgut ein Maßnahmepaket zur Gebäudesicherung auferlegt haben, damit das Schloss keinen weiteren Schaden nimmt.

 








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