zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. Oktober 2017 | 01:38 Uhr

Vortrag : Abenteurer steuert Gadebusch an

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Der Weltenbummler Ronald Prokein berichtet über seine Tour gen Osten und eine erfolgreiche Spendenaktion

svz.de von
erstellt am 11.Feb.2015 | 00:00 Uhr

Nach der Weltumradlung, der Kajaktour auf der Lena, dem Europalauf und anderen Reisen, hat Ronald Prokein seine siebente Tour, diesmal wieder mit Partner Andy Winter, absolviert. Mit einem Lada Niva ging es nach Osten. Von Rostock fuhren sie über Russland in die Mongolei, weiter mit unterschiedlichen Gefährten nach China, Vietnam, Laos, Thailand, Malaysia, Singapur und bis Australien.

Was sie dabei erlebten und welche Mission sie hatten, erfahren Interessierte am Sonnabend, 22. Februar, in der Gadebuscher Museumsanlage. Dann gibt Ronald Prokein ab 15 Uhr einen Diavortrag und berichtet über seine Abenteuer. Mit in seinem Vortragsgepäck hat er sein neues Buch „Die Entdeckung des Kältepols Jutschjugei“.

Hauptmission der Tour gen Osten war der erstmalige Aufbau zweier Wetterstationen in Jutschugej (Nordostsibirien). Die meteorologischen Stationen sollten beweisen, dass die Region noch kälter ist, als der offiziell kälteste bewohnte Ort der Welt: Oimjakon (-71,2 Grad Celsius - Guinness Buch Rekord).

In der Taiga verunfallte das Auto der Mecklenburger mehrfach und vereiste. Ein betrunkener Ureinwohner Sibiriens hielt die beiden Abenteurer mit einem Beil in Schach und in der Mongolei mussten sie, aufgrund bürokratischer Hürden, den Lada und ihren mitgereisten Schäferhund Arthus zurücklassen.

Bei der Ankunft in Jutschugej trafen Winter und Prokein zunächst einen alten Bekannten. Ihm mussten einen Monat zuvor seine erfrorenen Hände amputiert werden. Mit einem Motorschlitten war der kleine Jakute, namens Polikari, bei -50 Grad Celsius im Eis eingebrochen und musste nun mehr als 20 Kilometer in der Nacht nach Hause laufen.

In einer Hilfsaktion spendeten Menschen in ganz Mecklenburg-Vorpommern Geld für Polikari. „Auch Udo Lindenberg, Matthias Reim, G.G. Anderson und andere Prominente beteiligten sich an der Aktion mit selbst gemalten Rentieren, die später für den guten Zweck versteigert wurden“, sagt Prokrein. Mit den Spendengeldern reisten er und Andy Winter erneut nach Sibirien um unter anderem Polikari von dem Erlös Prothesen zu finanzieren. Sie erfuhren zudem, dass nach ihrem erfolgreichen Aufbau der Wetterstationen in Jutschugej noch tiefere Temperaturwerte gemessen wurden als in Oimjakon.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen