Wismar : Traditionsschiffe wieder unter Segeln

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Haben ihre Winterpause beendet: die Kogge „Wissemara“ und der Traditionssegler „Atalanta“.
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Haben ihre Winterpause beendet: die Kogge „Wissemara“ und der Traditionssegler „Atalanta“.

„Atalanta“ und Kogge „Wissemara“ sind im Alten Hafen in die Saison gestartet

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16. April 2019, 12:00 Uhr

Wismar | Endlich wieder Seewind um die Nase wehen lassen. Dieser Wunsch erfüllte sich nun den maritimen Traditionspflegern von gleich zwei Vereinen. Wismars ältester Segler „Atalanta“ von 1901 und ebenso die Kogge „Wissemara“ beendeten mit dem traditionellen Auftakeln die Winterpause.

Das Auftakeln des ehemaligen Lotsenschoners bedeutet gleichzeitig den Start in die Segelsaison.
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Das Auftakeln des ehemaligen Lotsenschoners bedeutet gleichzeitig den Start in die Segelsaison.
 

„All Hands an Deck“ hieß es bei diesen arbeitsintensiven Aktionen in Sachen Seemannschaft auf beiden Schiffen. Das bedeutete für den einstigen Lotsenschoner von der Elbemündung die fünf Segel mit einer Gesamtfläche von 334 Quadratmetern wieder als Hauptantrieb herzurichten. Es folgte gleich die erste Testfahrt, um das rotbraune Tuch auf See nachzutrimmen.

Weitere Saisonhöhepunkte folgen

„Richtig gefordert wird die Crew schon bald, wenn der dreitägige Ausbildungstörn vom 26. bis 28.Mai startet“, ergänzt Peter Schurbaum. Der Vereinsvorsitzende verrät auch schon einige der nächsten Höhepunkte: Teilnahme an den Hamburger Hafentagen, wo sich die „Atalanta“-Crew einmal mehr als liebenswürdiger Gastgeber präsentieren wird. „Diesmal freuen wir uns besonders auf den Bordbesuch der Familie Warburg“, möchte Schurbaum nicht unerwähnt lassen. Schließlich war es die damalige Eignerfamilie des gleichnamigen Hamburger Bankhauses, die den ehemaligen Lotsenschoner lange Zeit betrieb und ihn 1994 dem neu gegründeten Wismarer Förderverein übereignete. Als weitere Saisonhöhepunkte gelten unter anderem Jugendtörns, Teilnahme an der dänischen Traditionssegler-Regatta „Rund um Fünen“ und die Rostocker Hanse Sail.

Die Wismarer Koggenbesatzung steht den traditionellen Oldtimerseglern nicht nach. Noch vor dem zweiten Aprilwochenende wurde die wuchtige „Wissemara“ mit dem knapp 280 Quadratmeter großen Rahsegel bestückt. Damit ist zudem der Saisonstart an der Baumhauspier am Wismarer Alten Hafen eingeleitet.

Trainingsprogramm aller schiffssicherheitsrelevanten Themen

Bereits einen Tag später startete die erweiterte Stammbesatzung zum zweitägigen Ausbildungstörn. Peter Samulewitz ließ dafür alle 27 verfügbaren Kojenplätze an Bord herrichten. „Wir wollen so viel wie möglich an Leuten mitnehmen, um damit eine optimale Ausbildungsauslastung zu erreichen“, so der Koggenkapitän. Entsprechend der aktuellen Wetterlage könnte in Richtung Lübecker Bucht gesegelt werden, um möglicherweise den Tag in Travemünde ausklingen zu lassen. Das Trainingsprogramm sieht alle schiffssicherheitsrelevanten Themen vor, angefangen von klassischer Seemannschaft mit Segelmanöver, Rettungsbootsdienst, Simulation von Mann über Bord bis zur Brandbekämpfung und erste Hilfe Maßnahmen. Gleichzeitig ist voller Kombüsenbetrieb zur Ganztagsverpflegung der diesmal mehr als doppelten Koggencrew angesagt.

Die weiteren Saisonhöhepunkte sehen ähnlich aus: Gästefahrten, Jugendtörns, Mit Störti nach Lübeck und zurück, Besuch der Stettiner Hafentage, Teilnahme an der Hanse Sail.

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