Einst größte Kirchenruine Deutschlands : An Georgenkirche in Wismar wird wieder gebaut

Die aus Backsteinen errichtete Sankt Georgen Kirche ist in der Altstadt zu sehen. /Archivbild
Die aus Backsteinen errichtete Sankt Georgen Kirche ist in der Altstadt zu sehen. /Archivbild

An St. Georgen muss ein Jahrzehnt nach dem Abschluss des Wiederaufbaus erneut gearbeitet werden.

von
02. November 2019, 14:47 Uhr

Unter anderem sind Arbeiten am Dach nötig, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz am Sonnabend in Bonn mitteilte. Die Stiftung hatte den 40 Millionen Euro teuren Wiederaufbau zu fast 40 Prozent finanziert.

Knapp eine Viertelmillion für Sanierung

Jetzt stellt sie erneut rund 242.000 Euro zur Verfügung. Drei Förderverträge seien geschlossen worden. Ein Großteil der Summe soll in Maßnahmen im Kircheninneren, in restauratorische Sicherungsarbeiten an den Farbfassungen und in Unterhaltungsarbeiten am Dach fließen.

Knapp 16.000 Euro seien für die Restaurierung des linken Seitenflügels des Martin-Georg-Altars bestimmt, der heute in der Heilig-Geist-Kirche Wismar steht. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) sagte, im Wesentlichen werde das Geld im kommenden Jahr verbaut.

1945 schwer beschädigt

Die St.-Georgen-Kirche war im April 1945 von Bomben schwer beschädigt worden. Die DDR überdauerte der Bau ohne Dach und Fenster, er verfiel immer weiter. In einer Orkannacht im Januar 1990 stürzte der Nordgiebel auf die gegenüberliegende Häuserzeile.

Damals rief die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zur Rettung auf. Der Wiederaufbau von St. Georgen in Wismar war jahrelang das größte Förderprojekt der Stiftung. Seit der Wiedereröffnung am 8. Mai 2010 finden dort unter anderem Konzerte, Gottesdienste und Tagungen statt. Die 80 Meter lange, 45 Meter breite und 46 Meter hohe Kirche gehört der Stadt Wismar.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen