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Wismar : 600 Tonnen Pellets verlassen täglich das Werk

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die Wismar Pellets GmbH ist einer der größten Produzenten von Premium-Pellets in Deutschland

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2017 | 21:00 Uhr

„Es gibt uns wieder.“ Michael Hessing lehnt sich entspannt zurück. Seit gut sieben Monaten ist der 53-Jährige Geschäftsführer der Wismar Pellets GmbH. Ein Brennstoff-Produzent, der zuvor noch als German Pellets zu weltweiter Bekanntheit gelangt war, dessen Höhenflug vor einem Jahr allerdings durch eine Insolvenz jäh gestoppt worden war. Was folgte, waren Monate der Ungewissheit bei Mitarbeitern und Kunden. Heute ist das Nachfolgeunternehmen Wismar Pellets wieder zurück auf dem wachsenden Markt der kleinen gepressten Holzstäbchen und mittlerweile wieder einer der größten Produzenten von Premium-Pellets in Deutschland.

Und das sei nach Aussage des Geschäftsführers nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine logistische Meisterleistung. Täglich gelte es, die acht Matritzen mit einem gemahlenen und getrockneten Hackschnitzel-Späne-Mix zu füttern, aus denen die stäbchenförmigen, von 25 bis 40 Millimeter großen Holzpellets gepresst werden. 600 Tonnen Pellets täglich. Rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche, an 365 Tagen im Jahr. Die dafür erforderlichen Rohstoffe wollen erst einmal ins Werk hinein und anschließend als Fertigprodukt natürlich wieder hinaus gebracht werden.

Der sich darum kümmert, dass genau dies auch möglichst effizient funktioniert, heißt Falk Petereit. „Wenn die Logistik nicht reibungslos läuft, kommt die ganze Produktionskette ins Stottern“, erklärt der Logistik-Leiter bei Wismar Pellets. Aktuell nutze man für den Transport den Seeweg und die Straße. Es gibt jedoch Überlegungen, wie bereits beim Vorgängerunternehmen auch das Schienennetz wieder miteinzubinden. „Gerade für größere Transportentfernungen bietet sich das an“, sagt Falk Petereit. So könne das überwiegend regionale Pellets-Geschäft mit einem Aktionsradius von bislang circa 400 Kilometern um gut 300 Kilometer erweitert werden, so der Logistik-Chef.

Doch noch ist die Verlagerung von Teilen des Transports auf die Schiene in der Planungsphase. Bis es soweit ist, kommen die jährlich bis zu 400  000 Tonnen Sägespäne, Hackschnitzel und Rundholz als Rohstoffe weiterhin überwiegend auf der Straße aus Sägewerken der Region sowie auf dem Seeweg aus Skandinavien und dem Baltikum. Die fertigen Pellets verlassen dann ebenfalls auf Achse und per Schiff das Werk in Wismar. Klein geschrumpft und um die Hälfte leichter – ein Ergebnis aus dem zwischenzeitlichen Trockungsprozess des Rohmaterials. 200  000 Tonnen Pellets gehen so als lose Ware oder in Säcken verpackt als nachhaltiger Brennstoff jährlich auf die Reise. Allerdings nicht zum Endverbraucher, dieses Geschäft überlasse man ausschließlich Pellet-Händlern, die die Pellets in großen Mengen einkaufen und ihre Kunden vor Ort mit dem beliebten Brennstoff aus dem Wismarer Holzcluster versorgen. 

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