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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. November 2017 | 05:09 Uhr

Gadebusch : 59-Jähriger im Internet geprellt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ein Gadebuscher erstattet Anzeige: Er hatte eine Spielkonsole erworben, das knapp 100 Euro teure Stück kam aber nie an

svz.de von
erstellt am 01.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Es passiert immer wieder: Internet-Nutzer bestellen auf durchaus seriösen Plattformen Waren aller Art, gehen in Vorkasse und schauen danach in die Röhre. Denn ihr Geld ist weg, der Verkäufer ebenfalls und die bestellte Ware kommt nie an. Ein typischer Fall von Internetkriminalität, der jetzt ein Gadebuscher zum Opfer fiel.

Der 59-Jährige hatte Mitte August auf dem Internetportal eBay Kleinanzeigen eine Spielekonsole im Wert von knapp 100 Euro erworben und den Betrag im Voraus auf ein vom Verkäufer genanntes Konto überwiesen. Auf die Konsole wartet der Betrogene noch heute, alle Versuche, mit dem Verkäufer in Kontakt zu treten, schlugen fehl. Am Mittwoch erstattete der Mann bei der Gadebuscher Polizei eine Strafanzeige wegen Betruges.

„Derartige Fälle sind keine Seltenheit und kommen immer wieder vor“, sagt Axel Köppen. Der Kriminalhauptkommissar der Polizeiinspektion Wismar rät deshalb in Sachen Vorkasse, achtsam zu sein. Besonders misstrauisch sollten Käufer Angeboten begegnen, die einfach zu schön sind, um wahr zu sein.

Ende 2013 gab es im Nordwesten zwei ähnliche Fälle. Kurz vor Weihnachten hatte ein gewisser Sebastian Mihaill über das gleiche Internetportal u. a. eine neuwertige „Videospielkonsole mit riesigem Zubehörpaket“ für unglaubliche 160 Euro angeboten. Eine junge Frau aus dem sächsischen Groß Pösna fiel auf den Schwindel herein. Die Videokonsole kam nie an, das Geld war futsch, der Verkäufer nicht mehr zu erreichen. Der Betrüger verwendete in diesem Fall eine Wismarer Anschrift. Allerdings: Die genannte Straße gab es wohl, doch standen hier nur einige heruntergekommene Garagen, dazwischen ein paar ausrangierte und versiffte Sofas sowie ähnlicher Unrat unter freiem Himmel herum.

Auf den selben Betrüger fiel im gleichen Zeitraum ein Mann aus Bayern herein, der zwei Musical-Tickets gekauft, aber nie bekommen hatte. Die Kleinanzeige des Täters damals: „Vielleicht ein nettes Weihnachtsgeschenk?“

Die Verantwortlichen bei eBay Kleinanzeigen reagierten umgehend und löschten die Anzeigen des Betrügers. Ein Pressesprecher: „In solchen Fällen raten wir Nutzern, sich mit den Strafverfolgungsbehörden in Verbindung zu setzen. Wir arbeiten eng mit diesen zusammen.“

 

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