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Feuer vernichtet Lagerhalle bei Gadebusch : 500 000 Euro Schaden nach Großfeuer

vom

Eine Lagerhalle zwischen Gadebusch und Reinhardtsdorf wurde durch ein Feuer in Schutt und Asche gelegt. Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden von rund 500.000 Euro. 120 Feuerwehrleute waren insgesamt vor Ort.

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erstellt am 01.Jul.2013 | 05:35 Uhr

Gadebusch | Eine Lagerhalle zwischen Gadebusch und Reinhardtsdorf wurde durch ein Feuer in Schutt und Asche gelegt. Nach Angaben der Polizei entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von rund 500 000 Euro. In der Halle befanden sich etwa 1200 Strohballen und 600 Quader Heu. Menschen wurden nicht verletzt. Die Polizei geht nach dem jetzigen Stand von fahrlässiger Brandstiftung aus und nahm Ermittlungen gegen unbekannt auf.

Das Feuer war gestern gegen 9.45 Uhr der Polizei gemeldet worden. Bei Eintreffen der Beamten vor Ort brannte die Halle in der Größe von etwa 60 mal 17 Meter bereits im erheblichen Ausmaß. Gade buscher Feuerwehrleute gelang es mit Hilfe eines Löschwagens, einen Radlader aus dem brennenden Gebäude zu ziehen. In der weiteren Folge rückten Feuerwehren zur Unterstützung an: Rehna, Lützow, Veelböken, Brüsewitz, Grevesmühlen, Groß Rünz und Schönberg. Am Nachmittag kamen die Feuerwehren Mühlen Eichsen und Roggendorf hinzu, um Brandschützer abzulösen. Insgesamt waren 120 Feuerwehrleute vor Ort.

Einsatzkräfte sprachen von einer - so wörtlich - schlechten Wasserversorgung. "Wir mussten aus dem Hydrantennetz Löschwasser hier her holen", sagte Amtswehrführer Ralf Siewert. Die Folge: Die Feuerwehrleute bauten einen Pendelverkehr zwischen Brandort und einem Hydranten an der Schweriner Straße auf. Dort wurden Traktoren mit Tankwagen sowie Löschfahrzeuge mit Wasser befüllt. Der betroffene Landwirt musste derweil mit ansehen, wie sich das Feuer durch die Halle fraß. Explosionsartig zerbrachen Dachplatten, die Teile wurden meterweit durch die Luft geschleudert. Flammen schlugen aus dem Dach. Die Einsatzleitung forderte als Vorsichtsmaßnahme ein Team der DRK-Rettungswache an.

Einen Kampf gegen die Zeit lieferte sich ein Fahrer eines Radladers. Er holte Stroh und Heu aus der Halle. Als das Feuer sich bis zum Ende des Gebäudes ausgebreitet hatten, musste er seine Bemühungen zunächst einstellen. Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, setzten Mitarbeiter des Agrarbetriebes diese Arbeit fort. Das Technische Hilfswerk leistete mit schwerer Technik Unterstützung. Hinzu kam der Betreuungszug des Kreises, der die Kameraden bei diesem Großeinsatz versorgte.

Die Lagerhalle, die durch das Feuer vollständig vernichtet wurden, befand sich auf dem Areal des ehemaligen Volkseigenen Gutes Gadebusch und wird von Einheimischen "Alter Schafstall" genannt. Das Anwesen gehört seit 1991 zu einem Agrarbetrieb mit Sitz in Cordshagen.

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