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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. Oktober 2017 | 00:17 Uhr

Petri Heil : 50 Jahre Angeln in Wedendorf

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Der Verein wurde 1964 gegründet: Ein Jubiläum mit Auszeichnungen, Blumen und erste Überlegungen zu einem neuen Steg

von
erstellt am 17.Jun.2014 | 00:00 Uhr

Eigentlich hätte es ja Karpfen, Hecht oder Schlei sein müssen, Fische, wie sie im Wedendorfer See geangelt werden. Am Spieß über der Holzkohle brutzelte stattdessen ein Schwein. Zum Grillfest eingeladen hatte der Wedendorfer Angelsportverein anlässlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums.

Ehrengast war Reinhold Reck, der zusammen mit drei Anglerkollegen 1964 den Wedendorfer Angelsportverein gründete. Damals war die Vereinsmitgliedschaft Voraussetzung dafür, angeln zu dürfen. „Das ist heute anders“, erklärt Michael Engling, Vorsitzender des Kreisverbandes. Einen Angelschein braucht in Mecklenburg-Vorpommern zwar erst, wer älter als 14 Jahre ist. „Aber auch der jüngste Angler braucht eine Angelerlaubnis für das jeweilige Gewässer“, betont er, „sonst ist es Fischwilderei.“

Zum Jubiläum wurde Ehrengast Reck von der Vorsitzenden Elke Nienhagen geehrt, eine von nur sechs aktiven Anglerinnen im Verein, die ihrem Vater im Amt folgte. Während Reck das Angeln vor Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, ist Anglerkollege Heinz Drews bis heute aktiv. Seit 1967 ist er im Verein, bereicherte schon als Knirps die häusliche Speisekarte mit Selbstgeangeltem. „Mein größter Karpfen wog 18 Kilo“, erinnert sich Drews. Erst vor kurzem zog der 65-jährige wieder ein 12-Kilogramm-Exemplar an Land.

Über viele Jahre stand den derzeit 65 Erwachsenen und acht Jugendlichen Wedendorfer Petrijüngern vor Ort nur der Schlossteich zur Verfügung. Der Wedendorfer See wurde vom Lassahner Fischer Werner Stoß bewirtschaftet. Seit 2009 gehören die Rechte wieder dem Landesverband, dürfen die Wedendorfer Sportangler hier wieder die Leinen nach Barsch und Aal, Karpfen und Hecht auswerfen.

Nutznießer sind auch die Mitglieder des Angelvereins Lewa Rehna, die kein eigenes Gewässer betreuen. Dessen Vorsitzender Peter Gleuel nahm die Veranstaltung zum Anlass, sich für die gute Kameradschaft zu bedanken. „Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen funktioniert hervorragend“, lobt auch Michael Engling, der weiß, dass es auch anders gehen kann. Im Rahmen der Jubiläumsfeier ehrte er im Namen des Kreisverbandes zehn Mitglieder für besondere sportliche Verdienste.

Aber er kam auch, um mit Peter Gleuel und dem Wedendorfer Kassierer Ulz Gülden den geplanten Bau eines Bootssteges zu besprechen. „Der Wedendorfer See ist wegen des dichten Schilfgürtels vom Ufer nicht zu beangeln“, erklärt Michael Engling. „Die Angler sind auf das Boot angewiesen.“ Schilfgürtel und seichter Uferbereich zusammen mit einer dicken Schlammschicht am Boden erschweren aber das Einsetzen von Booten.

Es habe, so Gülden, einmal einen Bootssteg gegeben. Die alten Pfähle seien noch heute vorhanden, aber nicht mehr zu verwenden. Im Rahmen des Bestandsschutzes hofft man deshalb im Laufe der nächsten Monate auf die Genehmigung eines neuen Bootsstegs.


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