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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. August 2017 | 09:29 Uhr

Schaalsee : 40 Kilometer durch die Natur

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Siebzig Fahrradfahrer waren bei der 16. Radtour der Biosphäre an den Start gegangen / Start und Ziel war der Forsthof Kneese

Alfred Görde aus Schlagsdorf hatte es an diesem Morgen besonders eilig zum Forsthof Kneese zu kommen, Startpunkt der 16. Fahrradtour durch das Biosphären-Reservat Schaalsee. „Fast hätte ich das Vorderrad vergessen, ich musste es zum Verladen ausbauen.“ Der 77-Jährige muss über sich selbst lachen.

„Das wäre nicht schlimm gewesen, wir haben Leihräder hier vor Ort“, meint Frank Herrman vom Förderverein Biosphäre Schaalsee, der die Fahrt organisiert hat. Herrman hat seinen Tisch vor dem Eingang aufgebaut. Um neun Uhr haben sich bereits vierzig Starter bei ihm in die Liste eingetragen. „So viele hatten sich auch vorher angemeldet. Die Teilnehmerzahl ist über die Jahre ziemlich konstant geblieben“, so Herrman, „bei gutem Wetter hatten wir schon bis zu achtzig Teilnehmer.“ Pfingsten und Sonnenschein locken am Ende knapp siebzig Radfahrer auf die rund vierzig Kilometer lange Strecke durch das Biosphären-Reservat.

Gestartet wird nicht im Pulk, sondern jeder kann sein eigenes Tempo wählen. Jüngster Teilnehmer ist der achtjährige Justus Bruse, der mit seinen Eltern und Bruder Jakob (12) aus Rehna angereist ist. „Letzte Woche ist er zur Probe 42 Kilometer gefahren, das hat er gut geschafft.“ Vater Harmut ist sichtlich stolz auf den Filius. „Klar schaffe ich das“, strahlt der Junior zuversichtlich. Fünf Stunden hat die Familie für die Fahrt kalkuliert, die über Klein Salitz, Neuendorf, Neuenkirchen, und Lassahn wieder nach Kneese zurück führt.

Aus Göttingen, Hamburg und Lübeck sind Radfans angereist, aber das Gros der Teilnehmer kommt aus der Region und viele kamen schon mit dem Rad nach Kneese. Das Ehepaar Reimers zog vor fünf Wochen nach Zarrentin: „Für uns bot sich mit der Radtour eine perfekte Gelegenheit, die Gegend kennen zu lernen.“

In Klein Salitz begrüßt der Hahn die Radfahrer und Andreas Richter öffnet die Türen der Milchschäferei. „Wir haben heute extra einen Teil der Schafe im Stall gelassen“, sagt er und beantwortet geduldig alle Fragen. „Das ist viel interessanter für die Kinder als nur mit uns Eltern durch die Gegend zu radeln“, meint Kristin Bruse.

Zwischenstopp im Café Neuendorf bei Holzofenbrot und selbstgemachter Limonade. Unerwartet fallen ein paar Regentropfen. In der Neuenkirchener Niederung warten an einem Informationsstand die Ranger Paul Neumann und Sven Schmidt mit Schweißhund Jule auf die Radler um Fragen zum Biosphären-Reservat zu beantworten. Inzwischen ist es sehr warm geworden. Immer wieder geht die Fahrt über schattige Alleen, wo der Fahrtwind willkommene Kühlung bietet.

Vier Stunden und vierzig Kilometer nach dem Start ist Familie Bruse wieder in Kneese. Der zwölfjährige Jakob ist noch fit. Nach einer kurzen Pause beschließt er mit Papa Hartmut die 19 Kilometer nach Hause zu radeln.

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